Meinung | Kolumnen | GesMBH
21.12.2011

Ges.m.b.H.: Zeit im Bild

Karl Hohenlohe über die legendäre Pin-up-Wand im ORF-Zentrum.

Der Leserbriefschreiber Dr. Udo J. aus 1060, W,. hat so unrecht nicht. "Stimmt der Eindruck, dass Sie gerne von sich selber schreiben?"

Ja. Heute aber möchte ich mit dem erklärten Publikumsliebling, der vergötterten Schauspielerin Christiane Hörbiger, die von vielen Fans als Christiane Hörbinger angesprochen wird, beschäftigen.

Erst gestern sah ich sie, nicht leibhaftig, aber auf der legendären Pin-up-Wand, die man im ORF-Zentrum, rechts vom Eingang, Richtung Atrium, angebracht hat.

Diese berührende Fotoausstellung entscheidet über das Seelenheil der ORF-Mitarbeiter. Wird man ausgestellt, ist man berühmt und wahnsinnig glücklich, wird man nicht ausgestellt, nicht.

Ein einziges Mal haben es Mag. Wagner-Trenkwitz und ich, befrackt, auf diese Wall of Fame gebracht. Ein, zwei Tage hielten wir uns und verschwanden dann wieder in unserem angestammten Wirkungsbereich, im Nichts.

Nun sprang mir also gestern Frau Hörbiger in der neu gestalteten Fotoausstellung ins Gesicht, jedoch links von ihr – kaum konnte ich meinen Auge trauen – hat man mich angebracht.

Mit dem nicht berühmten, korrupten Scharfblick lächle ich auf meine Fans hinunter und wirke glücklich.

Ganz rechts außen hat man Ursula Strauss montiert, ganz links außen mich.

Umgehend habe ich Mag. Wagner-Trenkwitz von seiner totalen Niederlage in Kenntnis gesetzt, er freut sich aufrichtig mit mir. So endet diese Betrachtung, die ja auch einen zarter Hieb gegen Dr. J. aus 1060, W., beinhaltet, der behauptet, es würde hier immer um mich gehen, wo doch diesmal Frau Hörbiger in den Mittelpunkt gestellt wurde.

Einladungen, Beschwerden, Hinweise: karl.hohenlohe(at)kurier.at