Ges.m.b.H.: Segensreich

hohenlohe
Foto: KURIER

Karl Hohenlohe muss sich selbst gratulieren.

Der Kanonikus. Da stand er in der noch zu eröffnenden Interio-Filiale und wusste noch nicht, dass er bald mit einer Begrüßung konfrontierte werden würde, die an Genialität kaum zu überbieten ist.

Die handelnden Personen waren Frau Janet Kath, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, landauf, landab Interio-Filialen zu eröffnen, dann Herr Kanonikus Mag. Josef Bierbauer, der für die Segnung des neuen Grazer Geschäftes verantwortlich zeichnete.

Und schließlich der Moderator, der sein Auto in einer Kurzparkzone abgestellt hatte und von den Einheimischen in regelmäßigen Abständen vor der hervorragenden Parkraumüberwachung in Graz in Kenntnis gesetzt wurde und solchermaßen verhaltensauffälliges Benehmen zur Schau stellte, kurzum: ich. Schon die Anfahrt von Wien hatte ich dazu genutzt, eine Fülle sehr, sehr lustiger Moderationstexte zu memorieren.

Nur bei der hohen Geistlichkeit tat ich mir ein wenig schwer. Wie soll man einen Kanonikus auf die Bühne bitten? Soll man es spannend machen und die Ankündigung, ähnlich der wahnsinnig nervenden Castingshowmoderatoren, ewig in die Länge ziehen – „Zur Segnung jetzt......., ... (langer Blick ins Publikum)......, es ist......, (60 Sekunden Pause)...., (rascheln mit den Moderationspapieren),..., auf die Bühne bitte....... (40 Sekunden Stille).... es..... ist... Kanonikus..........................Bierbauer!“

Nein, dies erschien mir unpassend, und so bat ich Hochwürden mit einem so lustigen Spaß auf die Bühne, dass man sich rund um den Uhrturm heute noch die Bäuche hält. „Was ist der schönste Kuss?“, sagte ich und dann den ersten Satz dieser heutigen Kolumne. Ich muss mir gratulieren. Bravo.

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office@hohenlohe.at

(kurier) Erstellt am
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