Ges.m.b.H.: Duda

Ges.m.b.H.: DÖF © Bild: KURIER

Karl Hohenlohe zwischen Du und Sie.

Es muss ein erhebendes Gefühl sein“, schreibt Mag. Hans D. aus 1140 W., „mit so vielen Prominenten auf Du und Du zu sein.“

Grundsätzlich ist diese Annahme vollkommen richtig, aber einige Berühmtheiten sind diesbezüglich enorm undiszipliniert.

Sie duzen einen, ohne vorab den Bruder- oder Schwesterkuss zu verabreichen, und wollen das Duwort auch nach heftigsten, ins Persönliche gehenden Kontroversen beibehalten. Selbstverständlich gibt es auch Prominente, wo Ehrfurcht, Zuneigung und Anbetung so groß waren, dass man das möglicherweise dargebotene Duwort zwar angenommen, aber niemals in Anspruch genommen hätte: Glenn Gould, Madame Curie, der Papst.

Am Schlimmsten trifft es uns, wenn wir uns des Duwortes eines bekannten Menschen nicht zu Einhundertprozent sicher sind. Dies ist meist nach durchzechten Nächten der Fall, wo man aufwacht und schon Schwierigkeiten hat, sich selbst zu benennen.

Der Großmeister des entziehenden und verleihenden Duwortes ist der berühmte Autor Hellmuth Karasek.

Wenn man ihm unvermutet begegnet, weiß man nie genau, ob Hellmuth oder Herr Karasek vor einem steht, dabei hatten wir uns schon vor Längerem auf das Du geeinigt. Gerade traf ich ihn zum Gedankenaustausch bei Frau Barbara Stöckl auf dem Küniglberg.

Knapp vor unser Begrüßung wandte ich mich an die Moderatorin und – den zufällig neben ihr stehenden – Konstantin Wecker.

Ich bot eine Wette an, Herr Karasek würde mich nun gleich siezen, obschon etc., etc. Was soll ich sagen, ich gewann, empfand mich aber trotzdem als Verlierer.

 

Einladungen, Beschwerden, Hinweise: karl.hohenlohe@kurier.at

Erstellt am 26.12.2011