Ges.m.b.H.: Bube sticht

Ges.m.b.H.: DÖF © Bild: KURIER

Karl Hohenlohe über die 100-Tage-Schonfrist von öffentlich tätigen Personen.

Mitunter wirken die feisten Vorverurteilungen der schreibenden Kollegen wirklich befremdend.Seit einigen Tagen, nein Wochen, hält uns die brisante Thematik in Atem. Da wird ein junger, noch unerfahrener Mann in einen öffentlichen Job gehievt, hat noch keine einzige Entscheidung getroffen und schon wird er der totalen Lächerlichkeit preisgegeben.Sein Aussehen wird kritisiert, seine Physiognomie analysiert, die politische, aber auch die Körperhaltung mystifiziert.Schon gibt es Schauspieler, die den jungen Mann imitieren, das eine oder andere Double wurde bereits eingesetzt.Warum lässt man den jungen Mann nicht einmal arbeiten, lässt ihm ein ganz klein wenig Zeit und macht sich dann erst ein Bild von ihm?Für alle öffentlich tätigen Personen gilt gemeinhin eine 100-Tage-Schonfrist, danach kann man den Stab brechen.Noch wirkt der junge Mann gefestigt.Gestik, Auftreten und Sprache mögen bei oberflächlicher Betrachtung ein ideologisch ausgeprägtes Elternhaus vermuten lassen, in Wahrheit ist der junge Mann frei von allen politischen Sachzwängen.Er entscheidet, wie und für wen er arbeitet und auch sein berufliches Vorleben sollte kein Hindernis sein.Nein, man sollte ihm seine engsten Kontakte zu den höchsten Stellen im Staat nicht vorwerfen, jeder von uns, der so eine schöne Chance bekommt, würde sie umgehend ergreifen.Warten wir also noch ein wenig ab, beruhigen wir uns, lehnen uns zurück und lassen wir die Vorsehung für uns arbeiten. Gott ist gerecht und geben wir Kim Jong-un eine Chance.Einladungen, Beschwerden, Hinweise:office(at)hohenlohe.at

Erstellt am 12.01.2012