Ges.m.b.H.: Blickweise

Karl Hohenlohe über den Lebemann Horst Nußbaum alias Jack White.

Vergangenes Wochenende gelang es mir zum ersten Mal, den berühmten Komponisten und Lebemann Horst Nußbaum alias Jack White live zu beobachten.

Herr White ist den Schlagerjüngern das, was Engelbert Humperdinck den Klassikliebhabern bedeutet. Er hat harmlose Lieder wie "Schöne Maid" oder "Ein Schlafsack und eine Gitarre" zu Papier gebracht aber auch Hits wie "Gloria" und "Self Control". Darüber hinaus wollen wir "When the rain begins to fall" nicht vergessen.

Man hatte schon im Vorfeld gemunkelt, dass dieser große Mann die Veranstaltung beehren würde und so war man gespannt, wie er seinen Auftritt anlegen würde.

Um es gleich vorwegzunehmen, Herr White, mit gar nicht solchen Haaren, erschien wie du und ich, keine Fanfaren, kein Firlefanz und trotzdem stand der gute Mann im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit. Warum?

Waren es die blütenweißen Zähne, der tiefe Haaransatz, die topmodische Ausstattung? Nein.
Ursache für den immensen Aufmerksamkeitsschub war Herrn Whites Begleitung.
Während die anwesenden Damen kurz aufblickten, um das Gesicht dann erstaunt abzuwenden, war es bei den Herren genau umgekehrt.

Sie blickten lange auf und wollten den Blick nicht abwenden.

Es war das, was die Bild-Zeitung einmal folgendermaßen beschrieb: "Jack Whites neue Flamme hat Körbchen und Köpfchen".

Ein hübsches Ding werden manche Damen gedacht haben und ihre Männer in der Mehrzahl, aber das ist nur ein oberflächlicher Verdacht.

(kurier) Erstellt am
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