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Meinung Kolumnen GesMBH
02/28/2012

Ges.m.b.H.: Blickfang

Karl Hohenlohe über die Sehbehelfe von Prominenten.

von Karl Hohenlohe

Jüngst sah man den großartigen Schauspieler Ofczarek vermehrt in der Television. Während des Opernballs beispielsweise, wo er als Freund des Gesellschaftsreporters Heinzl aus der Chili-Loge lachte und nun bei der "Promi-Millionenshow".

Jene Gesellschaftsredakteure, die den Ehrenkodex der Gesellschaftsredakteure hochhalten, werden nie und nimmer die Leistung eines Prominenten taxieren, sondern ausschließlich seine Oberfläche, sprich sein Aussehen bewerten.

Also: Herr Nicholas Ofczarek trägt auffällige Brillen. Einmal sind sie schwarz, dann wieder braun, momentan tragen silberne Bügel das ebenholzähnliche vordere Gestell, die Gläser, verehrte Leserschaft, die sind getönt.

Gemeinhin verbergen die Schauspieler ihre Sehbehelfe. Entweder sie verschwinden in der Öffentlichkeit in den kleinen Brillensärgen oder der Star erwirbt gleich ein Exemplar, das durch seine zarte Bauweise wie ein Hauch von Nichts wirkt.

Herr Ofczarek aber ist den Weg Moshe Dayans gegangen, dessen Augenklappe eine Zierde war, wie die Perücke von Otto Wilhelm Fischer.

Ich kann nicht sagen, wie viele Dioptrien Herrn Ofczareks Gläser auszugleichen haben, aber sie tun es ohne Scheu und wirken keineswegs im Verborgenen.

Insbesondere die dunkle Tönung der Gläser lässt die Augäpfel manchmal nur erahnen. Das gibt Herrn Ofczarek eine mysteriöse, wohlig ins Unheimliche strebende Note.

Beim Opernball-Interview trat Herr Ofczarek ohne Brille an, das Dämonische blieb ein wenig auf der Strecke, aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

Einladungen, Beschwerden, Hinweise: karl.hohenlohe(at)kurier.at

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