über Werner Gruber
02/05/2015

Durch dick und dünn

von Karl Hohenlohe

Seinerzeit gab es viele füllige Prominente, heute sind alle Stars dünn.

Karl Hohenlohe | über Werner Gruber

Dies ist eine Hommage an den Physiker Werner Gruber. Er ist unterhaltend und hat eine stattliche Figur.

Seinerzeit gab es viele füllige Prominente, heute sind alle Stars dünn.

Sie hungern, gehen laufen und essen nur die Hälfte, damit sie so aussehen, wie die Fotomodelle, die ebenfalls hungern, laufen gehen und nur die Hälfte essen.

Früher war Hollywood gespickt mit dicken Schauspielern, Orson Welles zum Beispiel, Dick von Dick und Doof, aber auch Charles Laughton und Bud Spencer.

Sie waren erstklassige Darsteller, die auch hagere Figuren glaubhaft auf die Bühne bringen konnten, wurden jedoch primär in Filmen eingesetzt, wo sie Führungspersonal darzustellen hatten.

Es war eine Zeit, als man noch Fettleibigkeit mit Stärke gleichsetzte, nur so konnte Bud Spencer wesentlich muskulösere Hünen aus Bars werfen und war nachher nicht einmal annähernd erschöpft.

Dicke Darsteller waren nicht nur kräftig, sondern auch gescheit. Fritz Eckhart beispielsweise gab gerne den Kommissar und ich habe niemals wieder einen Menschen gesehen, der die Hose so weit oben trug.

Heute halten nur mehr zwei Personen die Fahne hoch. Im fernen Amerika ist John Goodman zu nennen, der außerordentlich dick ist und in Österreich der eingangs erwähnte Publikumsliebling Werner Gruber.

Er zeigt im Fernsehen gerne Explosionen und tut dies mit so federleichter Eleganz, sodass man nie Angst haben muss, er könnte selbst in die Luft gehen.

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