über Paulus Manker
02/04/2015

Comeback

von Karl Hohenlohe

Mancherorts wurde behauptet, Herr Manker wäre plötzlich freundlich, sittsam und angepasst ...

Karl Hohenlohe | über Paulus Manker

Es ist noch gar nicht so lange her, da beschrieb ich in eindrücklichen Farben meine große Sorge, das Alter, die Zeit und die Lebenserfahrungen hätten meinen Lieblings-Erzbösewicht, den Schauspieler und Regisseur Paulus Manker, gezähmt.

Mancherorts wurde nämlich behauptet, Herr Manker sei seines mitunter leicht rüpelhaften Benehmens verlustig geworden, er wäre plötzlich freundlich, sittsam und angepasst. Ich wollte es nicht glauben, aber es mehrten sich die Nachrichten von Zeugen, die ihn lächelnd gesehen haben wollen.

Die wenigsten Menschen schätzen Veränderungen, auch mir fällt es ungeheuer schwer, wenn ich mir den so gerne aufbrausenden Paulus Manker nun als Mediator oder Mauerblume denken muss. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen und man wird sich seitens der Leserschaft gut vorstellen können, dass die letzten Tage nicht leicht für mich waren. Nun aber habe ich Nachrichten, die mich aufatmen lassen.

Herr Manker wurde in den Kasematten des Palais Coburg auf einer Premierenfeier gesichtet. Der beliebte Bildberichterstatter Rainer E. wollte es sich nicht nehmen lassen, Herrn Manker zu fotografieren, ein Vorhaben, das er nur im Hemd und ohne Sakko in Angriff nahm.

Das ging Herrn Manker entschieden zu weit, mit dem Hinweis "Sie schau'n ja aus wie a Pfadfinder – von Ihna lass i mi sicher net abbüdeln!" verhängte er ein Fotografierverbot. Nein, das berühmte Verhaltens-Original ist ganz das Alte.

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