Bauernschlau

Frau Andrews war von den Österreichern, insbesondere den Salzburgern sehr angetan.

Karl Hohenlohe | über Julie Andrews

Nun sah man die britische Schauspielerin Julie Andrews, die uns als Mary Poppins und in „Sound of Music“ in lebhafter Erinnerung geblieben ist, wie sie Szenen während des Neujahrskonzerts moderierte.

Einmal hatte ich Frau Andrews zur Tischnachbarin und es dauerte nicht einmal bis zur Vorspeise, bis wir bei Christopher Plummer, der Trapp-Familie und den Dreharbeiten von „Sound of Music“ waren. Frau Andrews war von den Österreichern, insbesondere den Salzburgern sehr angetan, allein dem Bauernstand in der Region konnte sie zeitweise nicht allzu viel abgewinnen und das kam so.

Für eine Schlüsselszene benötigte man eine riesige Blumenwiese mit blühenden Blumenwiesenblumen aller Art.Bald hatte man eine perfekte Wiese entdeckt, konnte den Bauern in letzte Sekunde vom Mähen abhalten und setzte die besten Verhandler Hollywoods in Bewegung, um die Wiese für einen Tag in ihrem ursprünglichen Zustand zu belassen.

Immer wieder drohten die Verhandlungen zu platzen, schließlich einigte man sich bei einer exorbitant hohen Summe, die sofort ausgezahlt werden musste und schon am nächsten Tag zu Mittag wollte man mit den Dreharbeiten beginnen.

In der Früh wurde Frau Andrews geschminkt, in das obligate Dirndl gehüllt und schon ging es mit der Limousine hinauf zur blühenden Wiese. Alles war gut, nur als man oben ankam, fand man heraus, das die Wiese komplett gemäht, die Wiesenblumen und mit ihnen der Bauer unauffindbar waren.

Erstellt am 02.01.2013