über geschwätzige Opernballkommentatoren
02/21/2013

Bärendienst

von Karl Hohenlohe

Es gehört ja zum guten Ton, dass die Kommentatoren nicht schweigen.

Karl Hohenlohe | über geschwätzige Opernballkommentatoren

Frau Studienrat Ilse L. aus 1040 W. schreibt: „Die Opernballkommentierung von Herrn Wagner-Trenkwitz und seinem Kompagnon war ausgezeichnet. Fürwahr. U. a. wurde auch der Minister Mitterlehner in seiner Funktion als Pate erwähnt. Warum?“

Man muss Frau Studienrat L. inhaltlich vollkommen recht geben und auch der Verweis auf unseren Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend ist alles andere als realitätsfremd.

Ich kann mich noch gut erinnern, die Kamera schwenkte über die Bundesregierung und als sie bei Dr. Reinhold Mitterlehner zu stehen kam, wurde man über seinen beruflichen Status in Kenntnis gesetzt, dem nicht genug, wurde auch auf seinen Einsatz in Schönbrunn verwiesen.

Am 13. Dezember 2010 fungierte der Herr Minister als Taufpate eines Pandabuben namens „Fu Hu“, dem leiblichen Bruder von „Fu Long“.

„Glücklicher Tiger“ und „Glücklicher Drache“ sind also glückliche Geschwister. Als diese Meldung im Äther verklungen war, widmeten sich die Opernball-Kommentatoren dem Rest der Regierung.

Nun las man vereinzelt von der Schwatzhaftigkeit der beiden Herren, die ich, nach langer Überlegung, ein ganz klein wenig in Schutz nehmen möchte.

Es gehört ja zum guten Ton, dass die Kommentatoren nicht schweigen.

Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich nunmehr während der Musikeinlagen zurückhaltender gebären, aber ein Querverweis auf „Fu Long“ und den noch prominenteren Taufpaten seines Bruders „Fu Hu“ muss erlaubt sein.

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