über Fußball in Österreich
08/04/2013

Umlernen

von Günther Pavlovics

Und dennoch stellen sich derzeit so viele Profi-Fußballer wie noch nie beim AMS an

Günther Pavlovics | über Fußball in Österreich

Bald werden es zehn Jahre, dass die Bundesliga-Vereine aus dem Österreicher-Topf schöpfen können. Der Andrang von Nicht-Österreichern hat sich in diesen Jahren deutlich verringert. Und dennoch stellen sich derzeit so viele Profi-Fußballer wie noch nie beim AMS an.

Sie sind quasi unvermittelbar in einer Branche, die in den beiden Profiligen mit ihren 20 Vereinen nicht einmal 400 Jobs bietet. Wenn ein Berufsfußballer kein Verletzungspech hat, dann kann er bei guter medizinischer Betreuung rund 15 Jahre im Job bleiben. In einem dieser 400 Jobs, auf den jedes Jahr auch als 200 Anwärter aus zwölf Akademien ihre Augen geworfen haben.

Rechnet man 50 Tormann-Posten weg, dann sind es in 15 Jahren rund 3000 Anwärter für 350 Jobs. Mit der Vergrößerung der Liga würden mehr Jobs entstehen – das ist mathematisch korrekt. Aber wie würden diese Jobs aussehen?

Nicht einmal in einer Zehnerliga ist garantiert, dass die Jobs auch hochwertig sind. So mancher Verein kommt schon jetzt mehr schlecht als recht über die Runden. Bei einer 16er-Liga würden viel mehr Kicker spielen, aber auch viel mehr ihr Geld spät – wenn überhaupt – sehen.

Weil die Rechnung an Akademie-Abgängern und Profi-Jobs nie aufgehen kann, muss man bei den Fußball-Talenten auch andere Talente fördern. Denn österreichische Fußballer, die durch die Kickerei ausgesorgt haben, sind noch seltener als die Jobs in der Liga.

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