Meinung
18.12.2017

Kein frommer Wunsch an die Regierung

Es sind sehr schwere Brocken, die da gestemmt werden müssen. Dafür wünschen wir uns allen: Alles Gute!

Bernhard Gaul | über die neue Regierung

"Die neue Regierung hat ab nun das Wohl aller Österreicherinnen und Österreicher zu beachten", mahnte Bundespräsident Van der Bellen bei der Angelobung den neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

Tatsächlich stehen die Zeichen auf einschneidende Veränderungen. Die Sorgen der türkis-blauen Gegner sollte die neue Regierung dennoch ernst nehmen. Aus dem Regierungsprogramm kann man leider herauslesen, dass ein Kampf gegen die Armen beginnen wird, statt gegen die Armut. Und natürlich werden die Österreicher mehr arbeiten müssen, wenn der 12-Stundentag kommt. Wer glaubt, freiwillig in der Privatwirtschaft heißt wirklich freiwillig, hat noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet. Also Berufspolitiker zum Beispiel.

Österreich muss aber so oder so aufholen, Reformen umsetzen, wettbewerbsfähiger werden, von der Bildung bis zur Schwerindustrie. Jugendliche Sekundär-Analphabeten können und dürfen wir uns nicht mehr leisten. Und eine Entlüftung des Verwaltungsapparats ist mehr als überfällig. Es sind sehr schwere und große Brocken, die da gestemmt werden müssen. Dafür wünschen wir uns allen: Alles Gute und gutes Gelingen.