Die Welt kniet vor Lionel Messi

Nach der Galavorstellung gegen den FC Arsenal müssen die Medien neue Superlative erfinden, um dem kleinen Argentinier gerecht werden.


Pep Guardiola machte bei diesem Spiel allerdings nicht mit, sondern sagte den Journalisten, dass Worte nicht ausreichen können, um seine Nummer 10 zu beschreiben, stattdessen sollte man ihn einfach nur spielen sehen. Selbst die Arsenal-Fans vor Ort haben Messis Leistung neidlos anerkannt und bei vielen schlich sich neben der Enttäuschung das Gefühl ein, bei etwas ganz Besonderem dabei gewesen zu sein. Der englische Reuters-Journalist Albert Gea, der am Mittwoch zum ersten Mal das Nou Camp besuchte, erzählt, dass er nach dieser Partie eine SMS aus der Heimat bekommen hat, mit dem Text "You were there!". In England hat man die 4:1 Niederlage also mit einer Mischung aus Bewunderung, ungläubigem Kopfschütteln und Anerkennung hingenommen, wobei ein wenig Resignation zwischen den Zeilen heraus zu lesen ist. Momentan können sich nämlich nur die größten Optimisten vorstellen, dass in den nächsten Jahren der FC Barcelona in der Champions League zu biegen sein wird.

Trotzdem kein FC Messi

Lionel Messi ragt in diesem Team voller Weltstars zwar heraus, trotzdem sollte man nicht den Fehler machen, den FC Barcelona auf den FC Messi zu reduzieren. Dieses Team lebt in erster Linie von zwei Stärken. Einerseits sind sie technisch extrem stark und sicher wenn sie in Ballbesitz sind, andererseits, und das unterscheidet sie von Arsenal und den meisten anderen Spitzenteams, sind sie noch besser darin, durch Pressing Ballbesitz zu erlangen. Pep Guardiola und seine Mannschaft setzt alles daran im Ballbesitz zu sein, oder möglichst schnell in Ballbesitz zu kommen: "Without the ball we are a disastrous team, a horrible team, so we need the ball", sagte einmal der junge Trainer bei einer Pressekonferenz.
Selbst die Außenverteidiger attackieren bei diesem Pressing sehr hoch, sodass die Formation öfters wie ein 2-5-3 aussieht. Natürlich ist bei so einer Spielweise immer ein Risiko dabei, doch die Vorteile wiegen die Nachteile bei weitem auf. Offensiv starke Außenverteidiger wie Dani Alves passen da natürlich hervorragend in das Konzept.

Die vier Geniestreiche des Lionel Messi

Diese taktisch disziplinierte Leistung der gesamten Barcelona-Mannschaft fasziniert mich normaler Weise mehr, als die individuellen Stärken der einzelnen Spieler. Der gestrige Abend gehört natürlich dennoch Lionel Messi alleine, weshalb wir uns noch einmal genüsslich seine Tore anschauen sollten.

(kurier) Erstellt am
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