Das Taktieren beginnt!

Nach 29 Runden sind die Fronten in der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile mehr oder weniger klar. Austria Kärnten wird absteigen, die Austria wird sich Platz drei kaum mehr nehmen lassen und Salzburg scheint uneinholbar..


...dabei ist der Titelkampf noch der knappste und "echteste" aller verbleibenden Kämpfe. Sechs Punkte Abstand zwischen einer souveränen, aber oft glanzlosen Red-Bull-Elf und einer ähnlich agierenden, aber ebenso siegenden Rapid-Mannschaft. Beide Teams spielen nicht mehr im Cup, ein direktes Duell in Salzburg ist noch ausständig, Salzburg ist auf den Meistertitel 95:5-Favorit. Um die "Bullen" noch abzufangen müsste Rapid das direkte Duell und alle anderen Spiele gewinnen und auf mindestens einen weiteren Umfaller der Stevens-Truppe hoffen. Der Knackpunkt der Meisterschaft war zweifelsfrei Salzburgs Auswärtssieg im Hanappi-Stadion. Trotz numerischer Unterlegenheit bog der amtierende Meister den Rekordmeister auswärts. Trifft Ragnvald Soma und nicht Rabiu Afolabi könnten die beiden Teams heute noch punktegleich sein.

"Es geht um nichts mehr"

Beeinflusst könnte der Titelkampf davon werden, dass es für manche "um nichts mehr geht", mit Sturm, Ried, Wr.Neustadt und Kärnten aber auch vier einzementierte Teams um den Cup spielen. Sturm wird das Rennen um Platz drei gegen die Wiener Austria verlieren, für Ried geht's nur noch um's Prestige und die Nummer eins in Oberösterreich, Wr.Neustadt will den wertlosen fünften Platz und Kärnten wird absteigen. Zwei dieser Teams werden das Cupfinale austragen - und aus diesem Anlass rund um die restlichen Cupbegegnungen kräftig ihre Spieler schonen, da der Cup in der verbleibenden Teamkonstellation durchaus wichtig ist. Niemand "darf" verlieren, da keines der Top3-Teams mehr dabei ist. Keiner der Trainer wird zugeben, dass er seine Kicker für den Cup schont, aber passieren wird es - und das könnte durchaus das Zünglein an der Meister- oder Vizemeisterwaage sein.

Mit Vollgas durch die ADEG

In der zweiten Spielklasse darf sich hingegen niemand eine Pause leisten. Ein Punkt Abstand zwischen den Top3, fünf zwischen den Top4, noch acht Spiele ausständig. Jede Runde gibt es Endspiele, bereits am Samstag muss die Admira nach Innsbruck, kann Altach, das die Austria Amateure empfängt, lachender Dritter (oder später Erster) sein. Selbiges gilt im Abstiegskampf, der noch die Hälfte der Liga erwischen kann. Wer aber "soll" aufsteigen, um die Bundesliga in der kommenden Saison mit spielerischer Stärke und Flair zu verstärken? Dass es in Altach und Lustenau heiße Bundesliga-Fights geben kann, wissen wir bereits seit über einem Jahrzehnt. Für Fans und Stimmung wäre ein Aufstieg der Innsbrucker ideal. Die Admira, die in der laufenden Saison erst 12 Gegentreffer hinnehmen musste, würde eine potentiell starke Ergänzung zu MAGNA Wiener Neustadt darstellen und die Bundesliga hätte ein "Vorstadtderby". Gefühlsmäßig werden es die jungen Wilden aus Innsbruck schaffen. Und in den nächsten zwei Jahren passt mir dann auf St.Pölten auf. Die Niederösterreicher sind langsam aber sicher "aufstiegsfällig".

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?