Das beste Argument gegen den Videobeweis

Das 292. Wiener Derby werden die Fans beider Mannschaften nicht so schnell vergessen, obwohl die Partie spielerisch unter aller Sau war.


Rein sportlich gesehen sollte man das Derby besser abhaken, denn man sah beiden Teams an, dass sehr viel auf dem Spiel stand, was zu einer verkrampften, spielerisch schwachen Partie führte. Dass das Derby heute noch in aller Munde ist, haben wir dem Linienrichter Alain Hoxha zu verdanken, der dank seiner Entscheidung nun im Rampenlicht der Medien steht . Ob diese Entscheidung richtig und mutig, oder falsch und parteiisch war, ist momentan Gesprächsthema Nummer Eins im Austrian Soccer Board. Selten gingen die Emotionen so hoch, selten sahen die Fans eine Spielszene so unterschiedlich.

Trotz Video nicht ganz aufzulösen

Auch wenn man sich das Video mehrmals ansieht, kann man nur schwer sagen, ob der Elfmeterpfiff berechtigt war. Fritz Stuchlik sieht nach Analyse der Fernsehbilder einen klaren Strafstoß, während selbst Rapid-Legenden wie Peter Schöttel und Heribert Weber angesichts dieser Entscheidung nur den Kopf schütteln können. Ich bin mir selber nach mehrfachem Anschauen der Bilder nicht sicher, tendiere aber dazu, hier eher weiterlaufen zu lassen. Ein Lob gebührt Mario Konrad, der sich in dieser Situation nicht fallen gelassen und einen dreifachen Nasenbeinbruch vorgetäuscht hat. Wenn sich aber selbst die Experten ein paar Tage nach der Partie nicht einig sind, dann frage ich mich, welche Vorteile ein Videobeweis mit sich bringen würde. Selbst mit diesem Hilfsmittel wird es immer wieder strittige Szenen geben, die man selbst Tage später nicht gänzlich aufklären kann, geschweige denn in wenigen Minuten während einer Partie.

Wie haben Sie diese spielentscheidende Szene gesehen? Diskutieren Sie mit uns und zahlreichen anderen Fans im Austrian Soccer Board!

(kurier) Erstellt am
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