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26.03.2012

Immer wieder sprießt der Bärlauch

"Es grünt so grün...": Der wilde Knoblauch passt perfekt zu Spinat. Sowohl farblich, als auch geschmacklich.

Sie sind in den letzten Jahren weniger geworden, hab ich so das Gefühl. Trotzdem trifft man sie noch: Die Bärlauchsammler. Vor zwei Jahren starb eine Burgenländerin an einer Maiglöckchen-Eierspeise. Das hat doch für einiges Aufsehen gesorgt. Und viele Spaziergänger davon abgehalten, den "wilden Knoblauch" selbst zu pflücken. Die Ähnlichkeit zur tödlichen Blume ist leider groß. Während der stechende Bärlauchduft meterweit wahrnehmbar ist, kann das äußere Erscheinungsbild täuschen. Wichtigstes Charakteristikum des Bärlauch: Seine Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Beim Zerreißen riecht der Saft stark nach Knoblauch.

Letztens war ich mit meiner Nichte auf der Sophienalpe. Eigentlich nur, um in der Sonne zu sitzen. Doch wir konnten dann doch nicht widerstehen und befüllten ein Plastiksackerl mit Bärlauch. Am Vormittag hatte ich am Brunnenmarkt frischen Spinat besorgt. Folgendes kam am Abend auf den Tisch: Bärlauch-Spinat mit Nudeln.

Zutaten: Bandnudeln, Spinat, Bärlauch, Knoblauch, kleine Tomaten, frischer Parmesan, Olivenöl. Zubereitung: Den Spinat von den groben Stielen befreien, waschen und in Salzwasser blanchieren. Dann in einer Pfanne mit Olivenöl den in Scheiben geschnitten Knoblauch, den gewaschenen und etwas zerkleinerten Bärlauch, sowie die halbierten Tomaten schwenken. Salzen und Pfeffern. Die Nudeln kochen und mit dem Spinat und grob geriebenem Parmesan in die Pfanne geben und gut durchrühren. Dazu passt ein fruchtiger Weißwein. Mahlzeit! Mehr Rezepte finden Sie hier.