Gulasch aus Transsylvanien

Sauerrahm darf nicht fehlen.
Foto: Dietmar Kuss

Bei Eintöpfen vermischen sich neben den essbaren Zutaten oft Vorurteile über den Ursprung. Teil 2 der Gulasch-Serie.

Was wir aus meinem letzten Blog gelernt haben ist folgendes: Gulasch ist nicht gleich Gulasch. Es ist offenbar mit allen möglichen Implikationen wie Traditionserhaltung und Angst vor dem Totalverlust der eigenen Essidentität verbunden. Deshalb will ich das Projekt "transkulturelle Fleischeintöpfe" weiterführen. Dieses mal "mit alles" aber ohne experimentelle Ethno-Zutaten - so wie Österreicher es halt mögen.

Das Szegediner Gulyas heißt original Székelykáposzta. Die Szekler sind ein ungarischer Volksstamm aus Transsylvanien. Warum hierzulande daraus ein "Szegdiner" wurde, liegt vielleicht an der Angst meiner Landsleute vor einer Überfremdung durch blutrünstige Transsylvanier. Keine Ahnung. Es ist jedenfalls ein Essen für kalte und düstere Winternächte. Also: Die Zähne gewetzt und ihnen nach!

Zubereitung (4 Personen)

Fleisch in Würfel, Zwiebel feinblättrig schneiden. In einem Topf das Schmalz (Öl geht auch) erhitzen und die Zwiebeln anrösten. Paprikapulver dazugeben, ganz kurz durchmischen und mit etwas Wasser ablöschen. Fleisch dazu, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch würzen. Mit heißem Wasser auffüllen (das Fleisch sollte knapp bedeckt sein) und mit Deckel ca 40 Minuten köcheln lassen.

Sauerkraut dazu und weiterkochen bis es weich ist. Am Schluss den Sauerrahm mit etwas Mehl vermischen und in das Gulasch einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beilage: Salzerdäpfel.

(kurier) Erstellt am
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