Welt-Reise: They are from Austria

Welt-Reise: They are from Austria © Bild: KURIER grafik

Zwei KURIER-Reporter werden in 80 Arbeitstagen um die Welt reisen. Und täglich über erfolgreiche österreichische Exporteure berichten

Der Countdown läuft

Nur noch wenige Stunden, dann fliegen wir ab. Unsere erste Station: Marokko, Nordafrika. Irgendwo auf dem Weg von Casablanca über das Atlas-Gebirge in den Süden des Landes sollen wir Frau Gertraud Völkl treffen. Die Wiener Unternehmerin führt in Wien auf der Landstraßer Hauptstraße eine Drogerie. Ist eine von jenen wenig bekannten, dafür umso leidenschaftlicher agierenden Landsleuten, die in den Export investiert haben. Und in der Welt draußen schöne Erfolge erzielen. Frau Völkl wird uns dann - wenn alles klappt - in ein kleines Dorf geleiten, wo sie gemeinsam mit dort ansässigen befreundeten Familien extrem wertvolles Arganöl gewinnt.

Wenn alles klappt ...

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Es wird nicht alles klappen, aber es muss schon sehr viel klappen, damit wir an nur 80 Arbeitstagen wie Jules Vernes Romanfiguren Phileas Fogg und sein Passepartout oder unser deutscher Kollege Helge Timmerberg ein Mal rund um die Welt kommen und auf unserem Eil-Weg auch noch möglichst viele interessante Geschäftsleute porträtieren können. Die Handelsdelegierten, die wir auf den 32 Zwischenstationen treffen sollen, haben in den vergangenen Wochen wertvolle Vorrecherchen für dieses publizistische Projekt geleistet: Sie haben mit gut 150 österreichischen Firmenvertretern Kontakt aufgenommen und für uns etliche Interview- und Foto-Termine vereinbart.

Etliche Fragezeichen

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Welt-Reise: They are from Austria © Bild: KURIER grafik

Doch werden wir alle Geschäftsleute wirklich treffen? Werden alle 50 Flugzeuge, die wir gebucht haben, starten? Wird das Visum für den Iran ebenso wie das libysche noch in letzter Minute ausgestellt? Wird Josef Kleindienst zum Jahreswechsel in Dubai sein, um uns persönlich auf die Österreich-Insel zu lotsen? Werden wir Schiiten nördlich von Teheran mit rot-weiß-roten Brettern Ski fahren sehen? Werden wir in das von Landsleuten geleitete Baby-Schnuller-Werk im Süden von Thailand vordringen? Die Australier mit Migrationshintergrund (Austria!) in ihrer Enklave treffen? Die Red-Bull-Ballzauberer in Sao Paolo aus der Nähe sehen, bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles fulminante Österreicher und in New York Austrian Sex in the City kennen lernen, bei Magna in Kanada Onkel Fränk sprechen? Vor allem aber: Wird es überall gute Internet-Verbindungen geben, um Fotos und Texte in die Redaktion nach Wien zu übermitteln? Fragen über Fragen, die sich immerhin in den kommenden 16 Wochen klären werden.

Das Abenteuer Export

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Natürlich sind auch Termine mit Vertretern der großen österreichischen Export-Unternehmen geplant. Unser Augenmerk wird aber nicht zuletzt den kleinen Feinen und mittelgroßen Nischen-Weltmeistern gelten. Die daheim in Österreich keine Zeit und Notwendigkeit haben, um auf sich aufmerksam zu machen. Deren Namen man daher oft nicht kennt. Die mit ihren Erfolgsgeschichten aber vielleicht auch den einen oder anderen dazu animieren, sich auf das Abenteuer Export einzulassen. Erste Station am Montag: Casablanca, Königreich Marokko

Erstellt am 05.12.2011