├╝ber das Ende des Aktionismus.

Ende des Aktionismus

von Hubert Huber

11/09/2014, 09:01 AM

Die Luft schwirrte vom Klicken und Klopfen

Mag. Hubert Huber | ├╝ber das Ende des Aktionismus.

Wie vielen Kolleginnen und Kollegen ergeht es mir beim Mauerfall ├Ąhnlich: Ich kann mich nicht wirklich erinnern, was ich zu dem Zeitpunkt gemacht habe; wahrscheinlich den Geburtstag meines Vaters gefeiert. Die gro├če Aufregung der ├ľffnung hat ja bei uns schon beim Paneuropa-Picknick im August stattgefunden. Eines wei├č ich sicher: Es war das Ende meiner Zeit als Aktivist.

Ich war in den 80er-Jahren viel in der Wiener Exil-Szene unterwegs, um den Fall des kommunistischen Imperiums mit Aktionen zu beschleunigen: B├╝chertische Am Graben mit Infos ├╝ber ÔÇ× Plastic People of the UniverseÔÇť und der tschechischen Charta 77, Demos gegen Pol Pot und die Massenmorde Kambodscha und die eigene Zeitung (Ostnachrichten), die wir in der Andreasgasse auf einer alten Heidelberg druckten.

Ende November reiste ich jedoch mit ein paar Freunden und meiner Familie zu einer Konferenz nach Berlin: Wir standen in der N├Ąhe des Potsdamer Platzes das Areal rund um die Mauer war mit Scheinwerfern hell erleuchtet und die Luft schwirrte vom Klicken und Klopfen, Beton auf Metall. Als ich dort stand, dachte ich mir noch: Schon interessant, da hast du jahrelang gegen das kommunistische System gek├Ąmpft und jetzt kannst du es kaum glauben, dass es tats├Ąchlich zusammengebrochen ist.

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