Egon Krenz

© Deutsches Bundesarchiv

entdeckte Egon Krenz.
11/05/2014

Dann gab es plötzlich einen Egon Krenz

von Peter Temel

Damals funktionierte die Welt noch anders.

Peter Temel | entdeckte Egon Krenz.

Damals funktionierte die Welt noch anders. Meistens war man nicht irgendwo, man war zu Hause. Für mich als Zwölfjährigen war es das erste Mal, dass ich Weltbewegendes abseits von Fußball-Übertragungen und Papst-Messen im Fernsehen verfolgt habe. Schließlich wurde da Geschichte geschrieben, wie es hieß.

Die Wochen zuvor hatte man Bilder von Leuten gesehen, die mit Trabis über Ungarn und Österreich nach Westdeutschland fuhren. Dunkel kann ich mich auch an Vokuhila-Frisuren und Schnauzbärte erinnern. Dann gab es plötzlich einen Herrn Egon Krenz. Kohl und Genscher kannte man ja schon.

Als die Menschen aus Ost und West schließlich auf der Berliner Mauer herumkraxelten, war es ein medial vermitteltes riesiges Fest. Und einen Soundtrack dazu gab es auch: Der Wind der Veränderung bläst direkt ins Gesicht der Zeit. Oder so.

Soviel zu meiner Erinnerung.

Ehrlich gesagt, ich könnte nicht einmal mehr bezeugen, dass im Fernsehen überhaupt Live-Bilder vom Brandenburger Tor zu sehen waren. Es fühlt sich aber im Nachhinein absolut so an.

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