Die wahren Siege sind im Kopf

Jürgen Melzer
Das einzige was Melzer daran hindert, weiter nach vorne zu kommen, ist die Konstanz.
Harald Ottawa

Harald Ottawa

Man muss nicht unbedingt ein Weltstar sein, um Jürgen Melzer zu schlagen.

von Harald Ottawa

Jürgen Melzers fehlende Konstanz

Im Vorjahr die Nummer 489, jetzt die Nummer 373. Man muss nicht unbedingt ein Weltstar sein, um Jürgen Melzer zu schlagen. Dennoch kein Grund zu resignieren. Eine Woche zuvor hatte Österreichs Paradespieler mit dem Viertelfinaleinzug von Brisbane bewiesen, dass er es noch drauf hat.

Und deshalb meine Prognose: So ein Lauf, wie im Vorjahr in Memphis ist jederzeit möglich. Das einzige was Melzer daran hindert, weiter nach vorne zu kommen, ist die Konstanz. Klar ist: die Beständigkeit spielt sich im Kopf ab. 2010 strotzte Melzer voll Selbstvertrauen – und gewann auch enge Partien, in denen er nicht brillierte. Er kann alle schlagen. Noch immer. Von den derzeitigen Top-Spielern (Stichtag: 7. Jänner) hat Melzer nur Andy Murray und Jo-Wilfried Tsonga noch nie besiegt.

Ob Melzer 2016 in Rio noch dabei ist, möchte ich bezweifeln. In den nächsten beiden Jahren darf man aber immer mit Melzer rechnen. Auch mit Andreas Haider-Maurer, der zwar im Daviscup immer brav spielt, allerdings eine traurige Bilanz bei ATP-Turnieren aufweist. Sein letzter Matcherfolg liegt eineinhalb Jahre zurück (Gstaad, Juli 2011). Und nur mit Challenger-Siegen wird man kein Großer. Das Potenzial ist vorhanden.

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