20 Fakten zur Kultkomödie "Spaceballs"

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Foto: UIP Mel Brooks (links) mit "Lord Helmchen" Rick Moranis und George Wyner

ATV zeigt am Freitag (22.05 Uhr) die Science-Fiction-Satire "Spaceballs". Hier ein paar Fakten zum Mel-Brooks-Klassiker.

Mit "Spaceballs" hat es Komödienspezialist Mel Brooks 1987 geschafft, mit einer Parodie eines Genreklassikers selbst einen Kultfilm zu schaffen. Nachdem der Regisseur schon Western-Filme ("Der wilde wilde Westen"), Horrorfilme ("Frankenstein Junior") und den Stummfilm ("Silent Movie") auf dem Gewissen hatte, waren nun die zu neuer Popularität gekommenen Science-Fiction-Filme dran - allen voran "Star Wars" von George Lucas.

Lesen Sie im Folgenden 20 Fakten zu Mel Brooks' Kultkomödie, die Sie so wohl noch nicht kannten:

Ein bisschen was zur Handlung: Garantiert salzfrei und abgefüllt auf dem Planeten Druidia ist "Perri-Air". Doch von der Luft in Dosen kann Präsident Skroob auf Dauer nicht leben. Da die Luft eng wird, will er über einen bösen Plan an die Atmosphäre von Druidia kommen. Prinzessin Vespa soll vom Planeten Druidia entführt werden, um anschließend ihren Vater König Roland zu erpressen. Dadurch will Skroob an die Zahlenkombination des Kraftfelds gelangen, das die Atmosphäre des Planeten schützt.
Bild: Das Vorbild für das Königsschloss ist natürlich Neuschwanstein des Bayernkönigs Ludwig II.
  Skroob beauftragt Lord Helmchen (Rick Moranis) und Colonel Sandfurz (George Wyner) mit der Entführung von Prinzessin Vespa. Die Darth Vader-Kopie heißt im Original "Dark Helmet" und dessen linke Hand Sandurz.
  Prinzessin Vespa (Daphne Zuniga) soll mit dem letzten Prinzen in der Galaxis, dem verschlafenen Prinz Valium, verheiratet werden, und flieht vom Traualtar - in Begleitung ihrer Roboter-Zofe Dot Matrix. Sie entspricht C-3PO in "Star Wars" und wurde von Lorene Yarnell Jansson gespielt. Für Dot Matrix wurden sechs goldfarbene Roboter-Anzüge verbraucht - in Innenszenen ist sie auf Rollschuhen unterwegs.
Bild: Regisseur Mel Brooks mit Dot Matrix Lone Starr (Bill Pullmann) ist jene Han-Solo-Kopie, die Vespa wieder wohlbehalten zum König zurückbringen soll. "Vespa" ist eine Anspielung auf die italienischen Roller, die einer Wespe ähneln - auf englisch "WASP", was in Nordamerika auch für die Bevölkerungsgruppe "Weißer AngelSächsischer Protestant" steht und mit politischer Elite und Hochnäsigkeit in Verbindung gebracht wird.
  Prinzessin Vespa flieht in ihrem Raumschiff vom Typ "Mercedes 2001 SEL", gerät aber umgehend in die Fänge des unendlich lang dargestellten Kommandoschiffs "Spaceball Eins" von Lord Helmchen. Auf dem Nummernschild steht "Spoil'd Rott'n I.", was soviel heißt wie "verzogen und verdorben". "Waldi", der Gefährte von Lone Starr, ist ein Möter (halb Mensch, halb Köter). Das Kostüm von Schauspieler John Candy wurde von drei Leuten gesteuert. Candy selbst bediente Waldis Schwanz, während sich zwei Assistenten um die beiden Ohren kümmerten. Als sich das Raumschiff "Spaceball Eins" in eine riesige Putzfrau samt Staubsauger verwandelt, sagt Helmchen zu Sandfurz: "Ready, Kafka?" Das ist eine Referenz an Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung", in der sich ein Mann plötzlich in ein Insekt verwandelt. Wer erinnert sich nicht an die Szene, als Lord Helmchen seine Lakaien die Wüste des Vega-Mondes "durchkämmen" lässt. 38 Millionen Dollar spielte die Brooksfilms/MGM-Produktion in den USA ein, 22 Millionen Dollar hat sie schätzungsweise gekostet. Im Vergleich dazu; George Lucas' "Star Wars verschlang nur 11 Millionen, allerdings zehn Jahre früher, im Jahr 1977. Als Lord Helmchen auf dem Wüstenmond auf Safari geht, benützt er ein schwebendes Fahrzeug. Der "Special Effect" beruht auf einem verspiegelten Podest, das den Sand reflektiert und einen Schatten wirft. Ganz rechts kann man den Trick erkennen. Als Waldi (links) vier Böslinge mit geschwungenen Rohren überwältigt, stößt einer der Getroffenen den sogenannten "Wilhelmsschrei" (Video) aus. Der gellende Schrei wird seit dem Film "Die Teufelsbrigade" (1951) immer wieder (Video) von den Sound-Designern verwendet. Dieser "Running Gag" startete übrigens 1977 mit "Star Wars". Vier Geschwindigkeiten hat das Raumschiff "Spaceballs 1" anzubieten: Lichtgeschwindigkeit - Lächerliche Geschwindigkeit - Wahnsinnige Geschwindigkeit. Aber das ist nichts gegen "Plaid", wenn Lord Helmchen mit seinem riesigen Spielzeug eine Schneise im Plaid-Stoffmuster durchs Weltall zieht. Rick Moranis als "Lord Helmchen" auf dem Weg in Richtung "wahnsinnige Geschwindigkeit". Der Schauspieler hatte mehrere gute Ideen: So schlug er etwa John Candy für die Rolle als Möter "Waldi" vor. Außerdem soll es Moranis' Idee gewesen sein, immer dann wie Darth Vader zu sprechen, wenn seinem "Lord Helmchen" wieder einmal der Gesichtsschutz heruntergefallen ist. "Skroob" ist übrigens ein Anagramm von Mel Brooks, Der Regisseur von "Spaceballs" spielte außerdem nicht nur den durchtriebenen Präsidenten, sondern auch "Yogurt". "Yogurt" ist eine Parodie auf den weisen Jedi Yoda aus "Star Wars". Yogurts Weisheit äußert sich vor allem im Einsatz von Merchandising. Mel Brooks durfte zwar George Lucas' Idee, "Star Wars"-Figuren und Produkte zu vermarkten, persiflieren, musste aber versprechen, kein eigenes "Spaceballs"-Merchandising zu betreiben. Nicht nur "Star Wars" wurde durch den Kakao gezogen. So parodierte sich etwa John Hurt in einem Cameo-Auftritt selbst und die berühmte Geburtsszene aus "Alien". Die Monsterpuppe wurde übrigens von George Lucas' Firma Industrial Light and Magic gebaut. In "Spaceballs" wird das F-Wort verwendet, obwohl der Film in den USA eine relativ harmlose PG-Einstufung bekam (Begleitung von Eltern empfohlen). Das berühmte „Möge die Macht mit dir sein“ wird im Deutschen zu "möge der Saft mit dir sein" verdreht. Im Original hieß es statt „may the force be with you“: „may the Schwartz be with you“. Was es mit "Schwartz" auf sich hat, ist nicht ganz klar. Es könnte einer der vielen Scherze Brooks' aus dem Jiddischen sein, manche meinen sogar, es sei der Name eines von Brooks' Anwälten . . .

(KURIER) Erstellt am
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