Größte Entdeckung: Die neuen Profitänzer

Foto: ali schafler/orf

Viele reden von den Großen 3: Alex, Astrid und Mike. Zu Recht. Zu wenige reden von den Super Six, den neuen Profis dieser Staffel. Zu Unrecht.

Was gab es nicht alles an Überraschungen: Die elegante Grande Dame (Christine Kaufmann) tanzte gleich zum Auftakt aus der Reihe. Der meisterliche Musicalstar (Uwe Kröger, mit Abstand bester Promi) ging deutlich zu früh vom Parkett. Die grazile Ballroom-Beauty (Cathy Zimmermann) fiel direkt vom siebenten Himmel aus allen Wolken. Die faszinierend funkelnde Nixe (Mirna Jukic), die sich vom unterkühlten Kraftpaket zur Königin mit heißem Herzen entwickelt hatte, versank in den Fluten der (Fernseh-)Vergessenheit. So schade wie wahr.

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Und trotz allem: Die Finalisten von "Dancing Stars VI" sind allesamt merkwürdig. Im Sinne von: Würdig, sie sich mit Respekt zu merken. Für den gebürtigen Türken aus Vorarlberg (Mike Galeli) ist es wie eine zweite Geburtsstunde in Österreich. Als Serienstar hat er 60 Prozent Einschaltquote (freilich "nur" bei den fast 80 Millionen Einwohnern der Heimat seiner verstorbenen Eltern).

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Jetzt winken dem freundlichen Feschak mit innerer Mission - er plant eine landesweite Schultournee zum Thema Integration - TV- und Filmangebote auch in unseren Breiten. Dafür büffelt er für ein lupenreines Deutsch. Vom Start weg eine Klasse für sich: Die smarte "Seerin" (Astrid Wirtenberger). Für die meisten ist sie Topfavoritin. Die eindrucksvollste Steigerung vollzog hingegen die anfangs so unsichere Skiheldin (Alexandra Meissnitzer). Erst hochgezogene Schultern und gesenkter Blick, nun kerzengrad mit stolz erhobenem Haupt. Was so ein bisschen Tanzen alles bewirkt!

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Hinter dem mit Bangen erhofften Erfolg der Staffel steht allerdings auch (und ganz essentiell!) eine ... Staffel- Übergabe. Sechs neue, junge und frische Parkett-Profis riefen den Generationswechsel aus. Und sie "brachten" es auf der ganzen Linie - neue, junge und frische Choreografien. Enorm viel Einsatz und Ehrgeiz. Florian Gschaider vertritt diese restlos respektable Riege im Finale. Rufen wir aber, allein der Fairness halber, auch die anderen vor den Vorhang: Kathrin, Vadim, Christoph, Werner und Rosi. Da capo!

(KURIER.at) Erstellt am
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