Was machen die Nachbarn? Der Beginners' Guide to Ramadan

Was machen die Nachbarn? Der Beginners' Guide to Ramadan
Von den Regeln, die beim Fasten gelten, was der "Iftar" ist, bis hin zu, warum Ramadan immer zu einer anderen Zeit stattfindet.

Für Millionen Muslime weltweit geht mit dem Ramadan Jahr für Jahr eine besondere Zeit im Jahr los. Doch was ist der Ramadan? Worum geht’s es beim Fasten? Und warum machen das Menschen eigentlich?

Was ist der Ramadan?

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. Das Fasten im Ramadan ist die dritte von fünf Säulen des islamischen Glaubens, also eine der wichtigsten Grundlagen der Religion.

Wann ist Ramadan?

Die Zeit des Ramadans variiert jedes Jahr. Der Fastenmonat ist der neunte Monat im islamischen Kalender, der pro Jahr zehn oder elf Tage kürzer ist als der Sonnenkalender. Dadurch verschiebt sich der Ramadan um zehn oder elf Tage pro Jahr nach vorn und durchläuft so allmählich alle Jahreszeiten. Dieses Jahr findet er zwischen 02. April und 02. Mai statt.

Wie läuft das Fasten ab und worum geht es dabei?

Beim Fasten sollen Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichten. Neben dieser "äußeren" Form des Fastens hat das Fasten noch eine "innere" Dimension. Diese besagt, dass sich die gläubigen Muslime von Sünde fernhalten, sprich nichts Schlechtes reden, hören oder tun sollen. Für viele Muslime ist der Ramadan deshalb auch eine ganz bewusste Auszeit für Körper und Geist, in der sie Ruhe finden und sich intensiv mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Fasten bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf das Überflüssige zu verzichten.

Gebrochen wird das Fasten mit dem „Iftar“. Das Abendmahl ist traditionell recht umfangreich und wird oft mit Familie und Freunden gefeiert.

Wer soll fasten?

Das Fasten gilt als religiöse Pflicht für alle Muslime. Jedoch gibt es Ausnahmen. Generell gilt, dass nur jene fasten soll, die geistig und körperlich dazu in der Lage sind. Ausgenommen sind etwa Kinder, Schwangere, stillende Mütter, Frauen in der Menstruation, Kranke oder Altersschwache. Auch wer auf Reise ist, ist vom Ramadan ausgeschlossen. Zum Teil halten sich auch Sportler oder Menschen, die harte körperliche Arbeit verrichten, nicht an die Fastenzeit. Allerdings – wer kann, sollte die Fastentage später nachholen.

Wie kommt nach dem Ramadan?

Nach der Fastenzeit kommt das Ramadanfest. Das Fest des Fastenbrechens ist nach dem Opferfest der zweithöchste islamische Feiertag.

Das Ramadanfest gehört neben dem Opferfest zu den wichtigsten Feiertagen der Muslime. Neben dem Moscheebesuch mit Festgebet gehört auch der Besuch der Eltern oder Großeltern dazu. Das Fest wird gemeinsam mit Verwandten gefeiert. Kinder erhalten Geschenke, Geld und Süßigkeiten.

Wie verhalte ich mich gegenüber fastenden Menschen?

Der Ramadan ist für viele Muslime das Highlight des Jahres. Sie fasten freiwillig und mit Freunde. Generell gilt hier daher Credo des respektvollen Umgangs. Das kann man etwa schon mit einem "Ramadan Mubarak" oder "Ramadan Kareem" zur Begrüßung machen.

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