Zwei junge Menschen trinken während des Sports Wasser im Freien.
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Sport bei Hitze: Sportmediziner erklärt, worauf zu achten ist

Sport bei über 30 Grad ist möglich, wenn man Vorkehrungen trifft und auf die Warnsignale des Körpers hört.

Ob zu Hause in der nicht-klimatisierten Wohnung oder draußen im Park: Sportarten wie Calisthenics können auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad (mehr über Hitze auf Seite 5) betrieben werden. Entscheidend ist allerdings, wie man das Training angeht.

„Es kommt immer darauf an, wie gut wir uns vorher und auch während des Sports kühlen – zum Beispiel mit schweißabsorbierender Kleidung, Wasser und Kühlpads – und wie hoch die Intensität der Sportart ist,“ erklärt Michael Koller von der Sportordination Wien.

Ebenso entscheidend sind die Umstände: Wer aus einem klimatisierten Raum in die Hitze kommt, hält die Belastung oft länger aus als jemand, der bereits den ganzen Tag der Hitze ausgesetzt war und dadurch schon vorbelastet ist.

Der Experte rät grundsätzlich, eher an schattigeren Plätzen zu sporteln und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung. Hält man sich draußen auf, ist es ratsam, sich mit speziellen Sport-Sonnencremes einzuschmieren, die wasser- und schweißresistent sind.

Auf den Körper hören

Ob draußen oder drinnen in der heißen Wohnung, wichtig sei, immer auf den Körper zu hören. „Gefährlich wird es dann, wenn die Körperkerntemperatur beim Sport auf über 40 Grad steigt und wir geringe Möglichkeiten haben, den Körper zu kühlen“, sagt Koller. Daher sind Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit Warnsignale. Dazu zählt auch ungewöhnliche Erschöpfung: Wenn einem beim üblichen Sport plötzlich Fehler passieren, die einem sonst nicht unterlaufen, ist das ein klarer Hinweis darauf, einen Gang zurückzuschalten.

Besonders aufmerksam sollten Menschen mit Vorerkrankungen, Kinder sowie ältere Personen sein, wenn sie bei Hitze Sport treiben. Sie reagieren oft sensibler auf hohe Temperaturen. „Zwei Prozent Flüssigkeitsverlust führen schon zu einem massiven Leistungseinbruch“, merkt Koller an.

Er empfiehlt außerdem, bei Hitze keine neuen, besonders intensiven Sportarten zu beginnen: „Wenn ich es gewohnt bin, beispielsweise Calisthenics zu betreiben, hält mein Körper die Hitze eher aus, als wenn ich frisch damit anfange.“

Nach dem Training rät Koller, einen kühlen Ort aufzusuchen – der Körper braucht diese Phase, um die Temperatur wieder zu senken.

Liisa Mikkola

Über Liisa Mikkola

Redakteurin und Digital Producer beim KURIER und freizeit.at, dem Digitalformat der KURIER freizeit.

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