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Lifestyle
05/01/2021

Sozialmarie 2021: Die Gewinner helfen den Helfern

Der diesjährige Hauptpreis geht an eine Initiative, die sich für die Rechte der 24-Stunden-Betreuer einsetzt.

von Uwe Mauch

Soeben ist bekannt geworden: Die "Sozialmarie" gewonnen hat in diesem Jahr die IG 24, genauer gesagt eine erst im Herbst des Vorjahrs gegründete Interessensgemeinschaft für Menschen, die in der 24-Stunden-Betreuung arbeiten. Die Berufsvertreter wissen inzwischen mehr als 11.000 Betreuer und Betreuerinnen hinter sich. Das ist immerhin ein Sechstel aller Betreuer in Österreich.

Die Experten-Jury hatte auch in diesem Jahr die Qual der Wahl: "Wir haben von insgesamt 299 Bewerbungen aus Österreich, Kroatien, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und Slowenien 35 Projekte sorgfältig ausgewählt." Diese Projekte hatten zum 1. Mai die Chance, einen der hochdotieren SozialMarie-Preise mit nach Hause zu nehmen.

"Überrascht" und "total happy" im Rahmen der Preisverleihung zeigten sich die drei Gründerinnen der IG 24 im Rahmen, die Grazer Beraterin und Aktivistin Simona Durisova sowie ihre beiden Wiener Kolleginnen, Flavia Matei und Anna Leder.

Europäischer Preis für soziale Innovation

"Die Sozialmarie zeichnet erfolgreich umgesetzte Projekte aus und ist ein Gütesiegel für erstklassige und effektive soziale Innovation", erklärt Wanda Moser-Heindl, die Stifterin des Preises. "Vorbildliche Projekte zu fördern und zu verbreiten sowie die Diskussion über soziale Innovation voranzutreiben, sind die Hauptziele der Sozialmarie."

Mit ihrer ersten Ausschreibung im Jahr 2004 und der ersten Verleihung im Jahr 2005 ist die Sozialmarie der erste Preis für soziale Innovation in Europa. Jedes Jahr werden 15 herausragende Projekte von internationalen Evaluatoren und einer Experten ausgewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Neben finanzieller Anerkennung bietet die Sozialmarie vor allem eine öffentliche Plattform für sozial innovative Projekte in Mittelosteuropa. Das Einreichgebiet umfasst Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Slowenien.

Anwälte beraten Obdachlose

Der zweite Preis geht an die ungarische "Pandemic legal aid". Eine Gruppe engagierter Anwälte fand einen einfachen Weg, um obdachlosen Menschen und Menschen in prekären Wohnverhältnissen Rechtshilfe zu leisten. Vor der Pandemie setzten sich die Anwälte regelmäßig auf öffentliche Plätze von Budapest und gaben kostenlose Rechtsberatung. Derzeit beraten sie telefonisch und per E-mail.

Die steigende Arbeitslosigkeit durch die Pandemie und die Tatsache, dass zwei Drittel der Ungarn keine Ersparnisse haben, unterstreicht die Wichtigkeit, Menschen in prekären Verhältnissen gerade in der Krise weiterhin zu beraten.

„Handwerk 4.0“

Der dritte Preis geht an das österreichisch-slowenisch-kroatische Gemeinschaftsprojekt "Made in". Die Plattform bringt Designer, Handwerker, Forscher und Kuratoren aus mehreren Ländern zusammen, um an einem kreativen Prozess teilzunehmen. Sie forschen, dokumentieren und entwickeln visionäre Ideen und entwerfen Produkte. Die Plattform will die "Industrie 4.0. des Handwerks" schaffen.

Nähere Informationen zu diesen und allen weiteren Preisträgern und Nominierten hier.

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