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Natürlich schwimmen: Außergewöhnliche Badeplätze rund um den Globus

Ein Bildband zeigt besondere Badeplätze der Welt zwischen Felsen, Quellen und wilden Ufern – und warum Natur immer auch Respekt verlangt.

Stille Wasser sind tief. Und stille Wasser können erfrischen. „Stille Wasser“ ist auch der Titel des Bildbands, in dem die schönsten und außergewöhnlichsten Badeplätze der Welt beschrieben werden. Dazu zählen auch etwa die natürlichen Wasserbecken in Australien, die jährlich Tausende Schwimmer anziehen: die berühmten Figure Eight Pools im Royal National Park, südlich von Sydney. Die außergewöhnlichen Naturbecken mit ihrer bizarren Achterform liegen auf einer Felsplattform nahe dem Burning Palms Beach. Das Wasser dort ist still und dunkelgrün, aber auch wild: bei Flut verschwinden die Naturpools im Meer. Ein Bad  empfiehlt sich hier also nur bei Ebbe, ebenso wie die etwas herausfordernde, kilometerlange Wanderung dorthin, die entlang der schönen, felsigen Küste führt.  

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Schwimmen in der Acht: im grünen Naturpool Figure Eight Pools im Royal National Park, Sydney 

©Andrea Caruso / Amazing Aerial Agency

Badeplätze, die außerhalb von Strandbädern und überfüllten Freibädern liegen, sind besonders für Naturliebhaber verlockend. Denn wild baden zu gehen, hat etwas Ursprüngliches, lässt den Alltag vergessen und macht die Magie des Wassers spürbar.  
Manchmal werden die idyllisch gelegenen Badeplätze auch künstlich geschaffen. Wie etwa die beiden Betonbecken, die Felsenpools bei Mona Vale Rock, zwischen Bongin Bongin Bay und Mona Vale Beach in Sydney, die auf einer freiliegenden Felsplattform liegen (auf dem Foto ganz oben). Wer in den – übrigens auch in Australien liegenden – Salzwasserpools schwimmt, hat das Meer gewissermaßen für sich allein. Ursprünglich ein natürliches Felsenbecken, wurden die Betonpools in den 1930er-Jahren im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Arbeitslose während der Weltwirtschaftskrise ausgebaut. 

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Die wilden Schwefelquellen Saturnia, Toskana

©Andrea Caruso

Natürlich baden in Europa

Auch in Europa finden sich ungewöhnliche, romantische Badeplätze. So badeten im toskanischen Saturnia schon Etrusker und Römer im warmen, schwefelhaltigen Thermalwasser in den hellen Kalkterrassen der Cascate del Mulino. Eine stillere Naturidylle findet man am Ostufer des sagenumwobenen Großen Stechlinsee in Neuglobsow.

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Auf den Spuren Theodor Fontanes:  am Großen Stechlinsee, Brandenburg

©stefan morgner

In dem klaren Wasser des tiefsten Sees Brandenburgs lässt es sich gut abtauchen oder in der Hängematte lesen: etwa Theodor Fontanes Roman „Der Stechlin“, der rund um den See und das Schloss Stechlin spielt. Auch am zweitgrößten See Deutschlands finden sich am Ostufer wilde, natürliche Buchten.  

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Klare Sicht und Trinkwasserqualität am Starnberger See, Oberbayern 

©dominik morbitzer

Auf der Roseninsel, der einzigen Insel des Starnberger Sees in Oberbayern, soll König Ludwig II. Richard Wagner und auch Kaiserin Elisabeth von Österreich im Rosengarten der königlichen Villa empfangen haben. Luchino Viscontis Filmepos „Ludwig“ erinnert auch an seinen Freitod im Starnberger See im Jahr 1886.

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Mitten in München lädt das Isar-Ufer zum Baden ein

©sandra singh

Wer in München lebt und schnell in der Mittagspause schwimmen gehen will, hat es noch besser: Mitten in der Millionenstadt, zwischen grünen Auen und Stadtbrücken, macht Baden in der renaturierten Isar mit Kiesstränden und künstliche geschaffenen tieferen Wasserbecken, zwischen Flaucher und Münchner Norden, echten Spaß.  

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Schöne Badeplätze rund um die Welt

©gestalten 2026

Buchtipp: STILLE WASSER, Außergewöhnliche Badeplätze rund um den Globus, Gestalten Verlag

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