Zirka 20.000 Amerikaner haben sich für die Astronauten-Posten der NASA beworben.

© EPA/BILL BRASSARD / NASA / JSC / HANDOUT

Weltall
02/23/2016

Traumziel All: Run auf Astronauten-Job

18.300 wollen 14 Stellen. Wer es nicht schafft, muss sich mit virtuellen Reisen begnügen.

Fast 20.000 Amerikaner wollen ihn – den hochfliegendsten Job dieser Welt: Anfang des Jahres teilte die NASA mit, dass sie Astronauten suche – und wurde daraufhin mit Bewerbungen überschwemmt. Mehr als 18.300 Bewerbungen seien eingegangen, teilte die amerikanische Raumfahrtbehörde jetzt mit. Das seien mehr als drei Mal so viele wie bei der letzten Ausschreibung 2011 und auch deutlich mehr als der bisherige Rekord von 8000 Bewerbungen im Jahr 1978.

"Es überrascht mich überhaupt nicht, dass so viele Amerikaner mit so verschiedenen Lebensläufen dabei sein wollen, wenn wir unseren Weg zum Mars fortsetzen". Der NASA-Chef und frühere Astronaut Charles Bolden ist jedenfalls zufrieden. Nach einem mehrmonatigen Auswahlwettbewerb will die NASA bis Mitte 2017 die Namen der bis zu 14 erfolgreichen Bewerber nennen, die dann zwei Jahre lang zu Astronauten ausgebildet werden.

Männer und Frauen

Eines ist sicher: Man will auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis achten. Derzeit sind nur ein Viertel der knapp 50 aktiven NASA-Astronauten Frauen. Aus der Bewerbungsrunde von 2011 ging erstmals eine Klasse mit ausgewogenem Geschlechteranteil hervor. Zwei der vier nun fertig ausgebildeten Astronautinnen waren zuvor Militärpilotinnen.

Wer Rekrut bei der NASA werden will, muss – egal ob Mann oder Frau – neben der amerikanischen Staatsbürgerschaft einen Bachelor in Ingenieurswesen, Biologie, Physik oder Mathematik haben – höhere und bessere Bildungsabschlüsse bevorzugt. Hinzu kommen mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis oder 1000 Flugstunden als verantwortlicher Pilot. Außerdem: Bestimmte "anthropometrische Voraussetzungen". Heißt: Kerngesund und durchtrainiert muss man sein, keine Brille benötigen, keine schlechten Zähne haben, keine Höhenangst, nicht dick sowie zwischen 1,53 und 1,90 Meter groß sein.

Traumreisen in All

Nicht jeder ist also für den Ausflug zu den Sternen und insbesondere zum Mars geeignet. Wer keine Chancen hat, kann sich nur aufs Träumen verlegen. Diese Sehnsucht wird nun vom Jet Propulsion Laboratory der NASA unterstützt. Auf dieser Internetseite haben die Wissenschaftler vom California Institute of Technology (Caltech) ein virtuelles Reisebüro eröffnet. Sie präsentieren mögliche Destinationen, zeigen, mit welchem Shuttle man dorthin reisen könnte und wie es auf fremden Planeten ausschauen könnte. Zum Beispiel wird Exoplanet Kepler-16b, auf dem man zwei Sonnen sehen kann, als "Land der zwei Schatten" angepriesen. Wer zu Kepler-186f fliegen möchte, kann dort möglicherweise rote Pflanzen sehen. Dort scheint das Licht des Zentralgestirns mit einer anderen Wellenlänge als auf der Erde. Das könnte dazu geführt haben, dass die Farbpigmente, die den irdischen Pflanzen die Fotosynthese ermöglichen und die hier grün sind, dort rot sind.

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