Fortell albert & Frenkie goes to Hollywood

Fortell albert & Frenkie goes to Hollywood
Ballroom-Geflüster: Dieter Chmelar schreibt über die wöchentliche Tanzshow.

Gleich vorneweg: Ich konnte ja auch nicht tanzen. Aber so nicht tanzen wie Albert Fortell konnte nicht einmal ich. Nachdem zum Auftakt der neuen Dancing Stars-Staffel ja schon die Katerina den Jacob s-Weg, quasi auf Sinn-Suche in weiter Ferne, antreten musste, sind nun also beide "großen alten Damen" des seichten Serien-Unwesens sang- und klanglos – um nicht zu sagen: tanz- und taktlos – des Bildschirms verwiesen worden. Wenn das Format tatsächlich eine Popularitätsüberprüfung darstellt, dann hatte der meist melancholisch-manierierte Mime wohl einen entscheidenden Nachteil: Fortell ist dem (votenden) Publikum zwar nicht ganz unbekannt, dafür aber gänzlich fremd. Seine trotzige Reaktion – "Die Jury hat mich vernichtet" – steht dabei auf so tönernen Füßen wie er selber bei seiner rationellen Rumba mit "vermessenen" vier Schritten vor und vier Schritten zurück (siehe Bildtext oben). Noch nie in der Geschichte von Dancing Stars v. A. (vor Albert) schied ein Promi mit der schwächsten Bewertung durchs Kampfgericht in der ersten Runde aus. Stets hatte das jeweilige Schlusslicht so etwas wie Mitgefühl der Massen – und hier spricht ein Parade-Profiteur dieses Phänomens –, diesmal nicht einmal Mitleid in Maßen. Boshafteste Bemerkung im Ballroom: "Nun wird er wohl Schlosshotel Orth auf seine Frau überschreiben – und dann den Erlös brüderlich teilen."

Wie’s geht, bewies Frenkie Schinkels. Bewegbare Hüften, bewegliches Hirn und bewegend viel Herzblut. Die Botschaft ist angekommen: "Ich will weiter!" Die zahlenden und zählenden Zuschauer lieben das. Und nur das. Bilanz: Fortell albert, aber Frenkie goes to Hollywood!

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