Norbert Meier, Wiens letzter Bürsten- und Pinselmacher

Bürsten- und Pinselmacher Norbert Meier
Besen! Besen! Seid’s gewesen? Nicht doch. Noch fertigt Norbert Meier Bürsten, Besen und Pinsel aller Art. Ein Werkstattbesuch.

Es kommt nicht oft vor, dass man eine Gurkenwaschbürste in Händen hält. Gurken – wasch – bürste! Klingt einigermaßen ulkig, doch dahinter steckt viel zweckmäßiges Know-how, „denn die Bürste darf nicht zu hart sein, um die Schale der Gurke nicht zu verletzen. Dennoch soll sie robust genug sein, um das Gemüse von Schmutz zu befreien. Deshalb braucht es für diese Bürste, die in der Produktionsstraße eines Lebensmittelherstellers im Einsatz ist, eine ganz besondere Mischung aus Kunst- und Naturhaaren“, sagt Norbert Meier, Profi in Sachen Bürsten, Besen, Pinsel. Tatsächlich reicht sein Sortiment von Modellen zum Waschen von Gurkerln bis zu riesigen Bürstenköpfen zum Reinigen der Trommeln von Betonmisch-Lkw.

Tausende Modelle

Gurkenbürsten freilich sind Sonderfälle, Meier hat noch mehr Haariges im Repertoire. "Einige Tausend Modelle sicher“, sagt er. "Überlegen Sie nur, in wie vielen Bereichen Bürsten gebraucht werden.“ Wir überlegen: Zahnbürste, Haarbürste, Rasierpinsel, Lippenpinsel, Nagelbürste, Handbürste, Kleiderbürste, Schuhbürste, Autowaschbürste, Abstaubbürste und, und, und – auf Anhieb bringen wir es auf eine ansehnliche Zahl und haben dabei die vielen Besenvarianten zum Kehren für Heim und Straße noch gar nicht berücksichtigt. Meier kennt alle und macht alle.

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