Leben
22.03.2018

Diese Experimente mit Wasser machen Ihrem Kind Spaß

So zeigen Sie Ihrem Kind, was mit Wasser alles möglich ist: Wir haben sechs coole Experimente ausprobiert.

Eis, Schnee, Wolken – für Kinder ist Wasser in jeder Form faszinierend, auch für Georg und Max (9 Jahre). Sie lieben die Experimente, die sie in der Schule machen, und sind be geistert, dass sie zu Hause in der Küche Versuche anstellen dürfen. Das schafft man auch ohne Profis wie die Wissenschaftler vom „Science Club“, die Workshops in Schulen durchführen. Für unterhaltsame Versuche reichen eine Küche, einfache Zutaten aus dem Supermarkt und Eltern mit guten Nerven. Wichtig beim Experimentieren ist die Kommunikation: Vorher werden die Schritte besprochen, nachher erzählen die Kinder, was sie beobachtet haben – und bekommen Erklärungen für besseres Verständnis. Gelungen sind Versuche, wenn sie das Bewusstsein für das Wunder Wasser schaffen – und Kinder dessen Verschmutzung mit anderen Augen sehen.

So werden weiße Blumen bunt

Lebensmittelfarben kennt man aus der Nahrungsmittelindustrie, es gibt sie aber auch für den Hausgebrauch im Supermarkt bei den Backutensilien.
Mit etwas Geduld und ohne Aufwand lässt sich das Blumenexperiment machen. Mehrere Vasen mit Wasser füllen  und  einige Tropfen Lebensmittelfarbe dazugeben, bis die Farbkombination gefällt. Die unterschiedlichen Farben sind alleine ein Experiment wert. Dann weiße Blumen hineinstellen. Nach mehreren Tagen färben sich die Blüten. Das ist gleich eine passende Deko-Idee für den Ostertisch!

Lavalampen selbst entwerfen

Wasser und Öl – meist eine schlechte Kombination. In eine durchsichtige Plastik- oder Glasflasche füllen wir bis zur Hälfte mit Speiseöl. Dann geben wir Wasser dazu. Erstes Ergebnis: Das Öl bleibt oben. Dann eine  Lebensmittelfarbe dazu und danach etwas Salz oder eine zerbröselte Brausetablette und  das Spektakel geht los: Das Salz ist schwerer als die Flüssigkeit und sinkt hinunter, aber auf dem Weg nimmt es Öltropfen mit. Die steigen wieder an die Wasseroberfläche auf. Schütteln und es beginnt wieder.

Eis schmilzt in Sekunden

Eis ist ein Sommer- und Winterthema. Mit diesem Experiment wird klar, warum im Winter Salz auf eisglatte Straßen gestreut wird: Wir legen mehrere Eiswürfel auf ein Brett. Auf den ersten schütten wir vorsichtig etwas Salz. Was geschieht? Die Oberfläche wird flüssig.  Wenn man gleich einen zweiten Eiswürfel darauf presst, friert das Wasser wieder und verbindet sie. Wer genug Geduld hat, schafft einen Turm – bis alles von selbst  zerfließt.
Das Experiment für warme Tage: Bunten Sirup in einen Eiswürfelbehälter füllen, kühlen und coole Getränke mixen.

Es regnet in unserer Küche

Wie geht der  Kreislauf des Wassers?  Ganz einfach: Wir stellen einen Topf auf den Herd und füllen ihn mit Wasser. Das salzen wir, damit es so ähnlich schmeckt wie Meerwasser.  Sobald das Wasser kocht, nehmen wir uns den Deckel, halten ihn schräg über den Topf und schauen uns an, was passiert. Der heiße Dampf steigt auf wie Nebel und trifft auf den kühlen Deckel. Dort bilden sich wieder Wassertropfen, die hinunterfallen. Sind sie so salzig wie das Meerwasser im Topf? Nein!
(aus „Professor Kleinsteins Experimentier-Werkstatt für Kinder“, Ökotopia Verlag)

Das Wasser ist gespannt

Wir nehmen ein sauberes Glas und füllen es bis oben mit Wasser an. Dann legen wir vorsichtig vier kleine  Legomenschen in das volle Glas. Was geschieht? Das Wasser wölbt sich über das Glas, aber es rinnt nicht über den Rand.
Jetzt nehmen wir noch ein Stück, beschmieren es mit Seife oder Geschirrspülmittel und legen es ins Glas. Erst jetzt läuft das Wasser über.
Warum? Das Wasser wird durch die Oberflächenspannung wie mit einer dünnen Haut zusammengehalten. Durch die Seife zerreißt sie (aus „Experimente für die Badewanne“, Kosmos Verlag)

Wolken aus Rasierschaum

Mit Rasierschaum und Lebensmittelfarbe erschaffen wir die Welt neu – oder zumindest den Himmel. Und wir schaffen ein wundervolles Farbenspiel.
In eine Schüssel mit Wasser sprühen wir Rasierschaum. Dann mischen wir in vier kleinen Bechern  Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt ins Wasser. Mit einem Löffel – oder der Eprouvette aus dem Kinder-Experimentierkasten – tropfen wir den bunten Regen auf die Schaumwolke und beobachten, wie er sich seinen Weg bahnt und in farbigen Linien zu Boden sinkt. Nur ein Regenbogen ist schöner.