Leben
02.08.2018

Zoo in Kairo: Bemaltes Fake-Zebra beschäftigt die Justiz

Zebra oder Esel? Mit dieser Frage dürfen sich nun die ägyptischen Behörden befassen.

Hat ein Zoo in Kairo einen Esel wie ein Zebra angemalt? Diese Frage beschäftigt die ägyptische Öffentlichkeit seit Tagen - und nun auch die Justiz: Ein Tierpfleger wurde in der Sache zur Befragung durch einen öffentlichen Ankläger vorgeladen, wie ein Vertreter der Kairoer Zoos am Donnerstag bestätigte.

Verdächtig verschmiert

Ende Juli verbreitete sich im Internet das Foto eines Esels viral. Es zeigte ein Tier mit verschmiertem, schwarz-weißem Zebra-Muster, das sonst aber nicht ganz so viel mit den Savannen-Bewohnern gemein hatte, dafür aber die typischen länglichen Ohren eines Esels trug.

Die Behörden hatten die Geschichte, die dem Zoo und Ägypten viel Spott einbrachte, zunächst dementiert. Mohammed Sultan, der Chef der Parks in Kairo, zeigte sich am Donnerstag aber überzeugt, dass der private Betreiber Schuld am "Zesel" sei. "Der Hüter, der den Ort vermietet, hat den Ruf des Parks beschädigt. Ein Zebra zu fälschen, ist nicht akzeptabel", sagte Sultan.

Aufblasbare Pinguine & Co.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Tierpark der Täuschung bezichtigt wird. Besucher, die in einem neuen Zoo im Süden Chinas exotische Tiere bestaunen wollten, erlebten vergangenes Jahr eine herbe Enttäuschung. Der Tierpark im südchinesischen Yulin in der Provinz Guangxi warb vor der Eröffnung damit, seltene Tierarten und interessantes Material über die Tierwelt zu präsentieren. Was die Gäste tatsächlich vorfanden: Eine Handvoll Hähne, Gänse, eine Schildkröte in einer gläsernen Spendenbox – und aufblasbare Pinguine (mehr dazu hier).

2013 warb ein Zoo in Henan mit einem afrikanischen Löwen – dieser entpuppte sich schlussendlich allerdings als Tibetdogge. 2016 suchte der Jinhua Zoo via Social Media einen Namen für einen dort lebenden Baby-Gorilla. Irgendwann stellte sich jedoch heraus, dass es nie einen neugeborenen Gorilla in dem Tierpark gegeben hatte.