Leben
30.11.2018

Über Namen "Abcde" mokiert: Airline entschuldigt sich bei Mädchen

Die Mutter des Kindes hatte Beschwerde eingereicht, weil sich ein Mitarbeiter über den Namen ihrer Tochter amüsiert hatte.

Die US-Billigfluggesellschaft Southwest Airlines macht derzeit Negativ-Schlagzeilen: Grund ist eine verbale Entgleisung eines Mitarbeiters der Fluglinie, wie unter anderem ABC und Buzzfeed News berichten.

Über Namen lustig gemacht

Demnach hat eine Mutter in den USA Beschwerde gegen das Unternehmen eingereicht, weil ein Angestellter sich über den Namen ihrer Tochter mokiert haben soll. Traci Redford, so der Name der Frau, war vor wenigen Wochen mit Tochter Abcde (ausgesprochen "Ab-city") von Santa Ana in Kalifornien nach El Paso im Bundesstaat Texas geflogen.

"Der Mitarbeiter am Gate begann zu lachen, zeigte auf mich und meine Tochter und sprach mit anderen Angestellten", erinnert sich Redford im Interview mit dem Sender ABC. "Also drehte ich mich um und sagte: 'Hey, wenn ich dich hören kann, kann meine Tochter dich hören, also würde ich es schätzen, wenn du einfach aufhörst'."

Redford zufolge habe ihre Tochter tatsächlich mitbekommen, wie sie und ihr Vorname ins Lächerliche gezogen wurden: "Sie sagte: 'Mama, warum lacht er über meinen Namen?' Und ich sagte, dass unglücklicherweise nicht jeder Mensch nett ist."

Bordkarte auf Social Media

Der Mitarbeiter habe laut Redford auch ein Foto der Bordkarte des Kindes gemacht und in den sozialen Medien veröffentlicht. Bekannte der Mutter hätten das Posting dort entdeckt.

In einer Erklärung an Buzzfeed News erklärte der Sprecher von Southwest Airlines, Chris Mainz, dass der Vorfall dem Unternehmen "aufrichtig" leid tue. Mainz gab an, dass die Social-Media-Aktivitäten des betreffenden Angestellten nicht "jener Sorgfalt, jenem Respekt und jener Höflichkeit entsprechen", die man im Unternehmen von Mitarbeitern erwarte.

Man habe außerdem bereits mit dem Angestellten Kontakt aufgenommen. Konkrete Personalentscheidungen würde man allerdings nicht öffentlich kommentieren. Man wolle die Gelegenheit jedoch nützen, um im Sinne einer umfangreichen Mitarbeiterkommunikation die Richtlinien im Umgang mit Kunden zu bekräftigen – und künftig "jeden einzelnen Gast mit Respekt behandeln".