Leben 05.12.2011

Tim Cook: Apple bleibt, wie es ist

© Bild: ap

Neuer Apple-CEO beruhigt die Belegschaft per E-Mail. Steve Jobs Abgang ruft allerlei Reaktionen hervor.

Steve Jobs Nachfolger als CEO von Apple versichert seinen Mitarbeitern in einer E-Mail, dass bei Apple alles beim Alten bleiben wird. Tim Cook zeigt sich wie Steve Jobs in dessen Abschiedsbrief zuversichtlich, dass Apples beste Zeiten noch bevorstehen und die Belegschaft das Unternehmen aus Cupertino, Kalifornien, weiterhin zu dem "magischen Platz" machen wird, der es nun sei.

In dem von der Technologie-Webseite Ars Technica abgefangenen E-Mail bedankt sich Cook bei Steve Jobs für seine vergangenen 13 Jahre bei Apple. "Steve war eine unglaubliche Führungsperson und ein Mentor für mich," schreibt er. "Wir freuen uns wirklich auf Steves weitergehendes Geleit und Inspiration als Vorstandsmitglied."

Apple-Kultur "liegt in unserer DNS"

Apple solle sich in Zukunft nicht verändern, versichert Cook den Angestellten: "Steve hat einen Konzern und eine Kultur aufgebaut, die einzigartig auf der Welt ist und der wir treu bleiben werden - es liegt in unserer DNS." Die Aussagen des zukünftigen CEO gelten wohl auch für Apple-Anleger, die den Aktienkurs des Unternehmens nach Jobs Abschieds-Ankündigung nach unten rasseln ließen.

Reaktionen auf Jobs Abgang

Jobs Abgang als Apple-CEO rief eine Reihe weiterer Reaktionen hervor. Das für anschaulich gemachte Nachrichten-Beiträge bekannte taiwanesische Animationsstudio Next Media hat einen Videoclip produziert, der Steve Jobs Leben und Karriere auf etwas übertriebene Weise darstellt. Wer Erklärungen für die darin auftauchenden Szenen sucht, sei an die KURIER.at-Version des Werdegangs von Steve Jobs in Bildern (weiter oben) verwiesen.

Mehrere Kommentatoren sehen die nach Jobs Abgang plötzlich auftretende Panik, Apple würde nun untergehen, als völlig übertrieben. Cook habe sich in den letzten Jahren als fähiger Chief Operating Officer bewiesen und sei maßgeblich für den enormen wirtschaftlichen Erfolg Apples verantwortlich. Die Unternehmensführung habe er zudem schon während Jobs längerer, krankheitsbedingter Auszeiten, übernommen, betrete insofern also kein Neuland.

Cook als "Most powerful gay Man"

Ein weiterer Aspekt beim Führungswechsel mag in ökonomischer Sichtweise irrelevant sein, erscheint jedoch in anderer Hinsicht als markantes Ereignis. Tim Cook gilt nämlich ab sofort als mächtigster homosexueller Mann der Welt. Cook hüllte sich bezüglich seines Privatlebens bisher durchgehend in Schweigen. Für diverse Gay-Magazine gilt seine Orientierung als Fakt, seine Position wird als wichtiger Fortschritt gefeiert. Wie The Atlantic berichtet, kommt Cooks Zurückhaltung der Apple-Führung aber gelegen. Ein Outing könnte demnach der Markenwahrnemung von Apple unzuträglich sein.

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Erstellt am 05.12.2011