Liebe und Bindung können Sexualität auch körperlich befriedigender machen.

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Beziehung
08/21/2014

Studie: Sex mit Liebe ist besser

Fremdgeh-Portale boomen zwar, eine neue Studie zeigt aber: Sex ohne Gefühle ist halb so schön.

von Laila Daneshmandi

Aufregend. Anregend. Abenteuerlich. Online-Plattformen, die unverfängliche Dates und Gelegenheitssex mit Fremden bieten, boomen. Schätzungen zufolge sind monatlich rund 300.000 Österreicher in einschlägigen Portalen auf der Suche nach einem sexuellen Abenteuer. Die Anbieter suggerieren, dass Sex ohne Verpflichtungen lustvoller ist und mehr Spaß macht. Das widerlegt nun eine Untersuchung von US-Soziologen an der Penn State Abington.
Demnach wirkt sich Liebe nicht nur emotional aus. Liebe und Bindung können Sexualität auch körperlich befriedigender machen – zumindest für Frauen. Die Forscher befragten Frauen zwischen 20 und 68 Jahren und kamen zu dem Ergebnis, dass Sexualität mit einem geliebten Partner deutlich lustvoller empfunden wird. Studienleiterin Prof. Beth Montemurro erklärt: „Die Befragungen der Frauen haben gezeigt, dass Liebe und Sexualität stark miteinander verbunden werden und dass Liebe die sexuelle Zufriedenheit sehr begünstigt.“
Weniger verklemmtFrauen, die für ihren Sexualpartner Liebe empfanden, waren weniger verklemmt und haben sich öfter getraut, ihre Sexualität zu erforschen. „Wenn Frauen Liebe empfinden, können sie sexuell mehr Tatendrang zeigen, weil sie ihrem Partner vertrauen und sich mit Liebe in ihrer Sexualität wohlfühlen“, erklärte Montemurro beim Jahrestreffen der American Sociological Association.
Trotz sexueller Revolution und aufgeklärter Rollenbilder in den Medien sieht sie in den Ergebnissen ihrer Untersuchung eine Bestätigung dafür, dass Frauen ihre Sexualität noch immer als Ausdruck ihrer Gefühle empfinden. „Auf der einen Seite geben Medien vor, dass Gelegenheitssex okay ist, aber gleichzeitig zeichnen speziell Kino und TV ein negatives Bild von Frauen, die Sex außerhalb einer Beziehung haben.“ Zugleich kommt die Ehe schlecht weg – indem sie großteils als sex- und lustlos dargestellt würde. Ein Bild, das die Untersuchung keineswegs bestätigen konnte. Im Gegenteil. So wird etwa mit dem Mythos, Sexualität hätte für Frauen im Laufe ihres Lebens immer weniger Bedeutung, aufgeräumt : Auch die älteren Frauen betonten, dass ihnen die Liebe zu ihrem Partner das ganze Leben über wichtig war – Sex inklusive.


Vier Sünden

Übrigens hat der US-Paarforscher John Gottman vier Kommunikationssünden identifiziert, die das Liebesglück gefährden und eine Trennung innerhalb von sechs Jahren wahrscheinlich machen: Wer seinen Partner permanent schuldig spricht, kritisiert und sich mit Rechtfertigungen verteidigt, trägt eher zur Eskalation einer Streitsituation bei, als sie zu lösen. Zudem lebt jede Beziehung von Wertschätzung – nicht nur in der Kommunikation. Dazu gehört, auf den Partner und seine Wünsche einzugehen und sich nicht hinter Mauern zurückzuziehen.
Für alle, die noch nach der Liebe suchen, ein Zitat von Playboy-Gründer Hugh Hefner: „Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex.“

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