Staaten kämpfen im "Cyberwar"

F-35 Joint Strike Fighter.
Foto: rts

Internet ist das neue Schlachtfeld von staatlichen Hackern. Vor allem Russland und china rüsten hier auf.

Die Militärs haben das Hacken entdeckt", sagt Sandro Gaycken, Sicherheitsforscher an der freien Universität Berlin. Ihm zufolge haben bereits 140 Staaten Kapazitäten für die virtuelle Kriegsführung aufgebaut, auch das österreichische Verteidigungsministerium baut eine 1600 Mann starke Cyber-Truppe für defensive Aufgaben auf.

Neues Schlachtfeld

Vor allem in China und Russland werden besonders begabte Hacker von der Armee rekrutiert. Der erste Cyberkrieg gegen Estland im Jahr 2007, der von russischen Hackern gegen die IT-Infrastruktur des Landes geführt wurde, zeigte bereits, was eine Attacke über das Internet anrichten kann.

Das kleine, aber hochgradig vernetzte Land wurde teilweise tagelang lahmgelegt. Führend auf dem Gebiet des Cyberwars ist neben den USA, die gemeinsam mit Israel den Virus "Stuxnet" entwickelten und damit das iranische Atomprogramm um Jahre zurückwarfen, vor allem China.

Chinesische Hacker werden oft verdächtigt, US-Ziele anzugreifen - etwa bei Attacken gegen den Rüstungsriesen Lockheed. Im Cyberkrieg geht es auch um Spionage. So stahlen Hacker 2009 Pläne des 300 Milliarden Dollar teuren "Joint Strike Fighters", der heute als "F-35 Lightning II"-Tarnkappen-Kampfjet produziert wird.

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(KURIER) Erstellt am
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