Leben
10.11.2018

Schlagerfitness: Zumba für Fans von Helene Fischer und Co.

Wie ich bei Schlagerfitness Tanzschritte und Figuren zu Songs von Helene Fischer und Andrea Berg gelernt habe.

Da fragt man sich, warum es sowas nicht schon länger gibt: Immerhin bewegen Schlagerhits bei jedem Feuerwehrfest, Kirtag und jeder Wiesn die Massen. Michelle bis Matthias Reim und Andreas Gabalier bis Florian Silbereisen sorgen für feuchtfröhliche Stimmung, bei der keiner still sitzen bleibt.

Aus diesem Schwung hat Eva Lojka ein eigenes Trainingsprogramm entwickelt, das sie sogar patentiert hat: Schlagerfitness (Infos unter www.tanzfitness.at). Mit ihrer Erfahrung als Balletttänzerin, preisgekrönte Cheerdancerin, Sportwissenschaftlerin und Choreografin könnte sie wohl genauso gut auf den Bühnen der großen Schlagerstars tanzen. Stattdessen bringt sie das Bühnengefühl in den Turnsaal und zeigt uns passend zur Musik Bewegungen, die sich beim nächsten Zeltfest sehen lassen könnten. Freilich beginnt auch Schlagerfitness mit einem ausgiebigen Aufwärmtraining von den Armen bis zu den Füßen – natürlich zu Schlagerhits. Für die gute Stimmung braucht es übrigens weder Bier noch Zelt.

Im Hauptteil geht es an die Choreografie: Eva hat sich Schritte und Figuren im Takt zu Herzbeben von Helene Fischer ausgedacht und zeigt sie uns in kleinen Portionen vor. Wir üben die Bewegungen zu den ersten Takten zuerst trocken, dann mit Musik. Anschließend werden die nächsten Teile angehängt, und so weiter, bis die Choreo komplett ist. Jedes Mal, wenn Helene im Refrain Herzbeben singt, legen wir die Hände in der Mitte der Brust aufeinander und strecken die Arme vor und zurück. Herzbeben!

Die Stimmung erinnert an das Zumba-Fieber, das vor einigen Jahren noch wie ein Virus grassiert ist. Nur, dass hier alle den Text verstehen. Um auf Helenes Bühne zu tanzen, müssten wir noch etwas üben – für die nächste Wiesn-Party reicht es aber allemal!

Fazit:

Für Tanzmäuse und alle, die beim Sporteln zur Abwechslung mal deutschsprachigen Schlager statt der üblichen Pop- und Latinosongs hören wollen. Ein ausgiebiges Ganzkörpertraining, das auch den Kopf fordert.

laila.daneshmandi@kurier.at