Wo treffen Palmen auf Schnee: an diesem Ort in Südtirol
Meran und rundum: Von der Stadt aus erlebt man Südtirols Vielfalt, vom Dorf auf den Berg in die Stadt – diese Kontraste gibt es nur hier.
Österreichs Verhältnis zu Südtirol ist besonders. Auch deshalb, weil es so ein besonders schönes Fleckerl Erde ist. Die Berge, die Städte, die Dörfer, die fleißigen Menschen – in Südtirol mischt sich das Mittel- mit dem Südeuropäischen, mischen sich Alpen mit mediterranem Flair. Der Wein wird kräftiger, das Essen italienischer, die Musik leidenschaftlicher.
Meraner Höhenweg mit tollem Blick.
©La MaienaUm in dieses schöne Fleckerl Erde zu gelangen, fährt man über den nicht ganz so schönen Brenner, oder aber: über das Timmelsjoch. Den Timmel, den Grenzpass zwischen Österreich und Italien, steuert man vom Ötztal an, schraubt sich auf 2.474 Meter Höhe, erlebt obenauf die mystische Mondlandschaft, vielleicht sogar mit etwas Schnee. Beim Runterfahren auf italienischer Seite sollte man unbedingt im Gasthof Hochfirst, Timmelsjochstraße 39, Halt machen und eine erste Pasta und ein paar süße Knödel essen. Perfekter kann eine Einstimmung auf Südtirol nicht laufen.
Vom Gasthaus sind es nur noch 41 Kilometer bis Meran, Stadt der Gärten, Promenaden und einer Therme mittendrin. Hier finden Kulturbegeisterte, Wellness-Suchende und Wanderer den perfekten Ausgangspunkt für ihre Urlaubstage.
Südtirols Vielfalt
Die Top-3-Aktivitäten – neben laufend Wein verkosten, gut essen und Apfelplantagen zu bestaunen – sind:
Ein Tag im Dorf Tirol. Der Ort liegt auf einer sonnigen Anhöhe über der Kurstadt Meran, der 360-Grad-Blick von der Stadtmauer lässt einen tief in die umliegenden Täler sehen, auf Burgen, Weinberge, hohe Berge. Beste Reisezeit ist der goldene Herbst, wenn das gesamte Dorf Törggelen zelebriert, Maroni in den Gassen geröstet werden und die Blasmusik aufmarschiert. Das Dorf Tirol ist ein Logenplatz im Naturpark Texelgruppe, den man mit und ohne Wanderschuhe genießen kann. In Hofer’s Weineggerle mitten am Hauptplatz sollte man längere Zeit einplanen und den herrlichen Weißburgunder aus der Gegend probieren.
Meran, Stadt der Palmen, Stadt am Schnee.
©Sandra BaierlEin Tag am Hochplateau Meran 2000. Die Bergbahn braucht sieben Minuten, um von Merans Palmen zu schroffen Berggipfeln zu fahren. Dort oben scheint fast immer die Sonne, weht die erfrischende Bergluft und offenbart sich ein gigantischer Rundumblick, der vom Ortler (siehe unten) bis zu den Dolomiten reicht. Der Kaiserschmarren-Weg zur Kirchsteiger Alm ist sogar kinderwagentauglich. Oder man besucht den Kratzberger See – oder die Kuhleitenhütte und hat dabei die Dolomiten immer im Blick.
Ein Tag in Bozen. In Südtirols Hauptstadt ist was los. Die Einkaufsstraße ist mit ihren Lauben (Portici) eine Sehenswürdigkeit für sich – in Feinkostläden und auf den Märkten (Wochenmarkt ist am Samstag) kann man probieren und gustieren. Ein Tipp ist die Messerschmiede Lorenzi in der Bindergasse, die erste Adresse für Messer. Im Südtiroler Archäologiemuseum liegt die berühmte Gletschermumie Ötzi, das Messner Mountain Museum ist in einer beeindruckenden Schlossruine beheimatet. Auch Dom Maria Himmelfahrt und Schloss Runkelstein sind einen Auslug wert.
Info
Anreise Je nachdem, wo man genau hinwill, kommt man über Innsbruck, Landeck oder Lienz – und weiter mit Zug oder Bus – gut nach Südtirol. Bis Bozen 1 Umst./7 Std., oebb.at
Hotel Hotel im gehobenen Segment und für Familie geeignet. Meran: La Maiena, lamaiena.it
Offizielle Auskunft suedtirol.info
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