© Wolfgang Godai

Leben Reise

Indischer Ozean? Nein, der Balos Beach auf Kreta

Feine Sandstrände, preiswerte Unterkünfte, herrliche Landschaft und gutes Essen – das findet man zwar öfters auf Kreta...

06/06/2022, 03:00 AM

... Aber kaum so intensiv wie im äußersten Nordwesten der Insel. Die meisten fahren hier mit Mietauto oder Ausflugsbus nur vorbei und meist weiter zum wohl berühmtesten aller griechischen Strände, Elafonisi im Süden. Dabei liegt hier ein Kleinod, gut versteckt zwischen dem Kap Tigani und der Felseninsel Gramvousa: Balos Beach.

Ein bisschen muss man sich diesen Schatz erarbeiten, mit viel Wanderkondition in schattenloser Hitze oder einem Mietauto mit guten Reifen. Vom Dorf Kaliviani, kurz nach der Stadt Kissamos, zweigt ein unbefestigter Schotterweg ab, acht Kilometer rumpelt man bis zu einem großen Parkplatz mit Café. Beim Abstieg zum Meer öffnet sich dann eine Märchenkulisse.

Balos Beach ist eine Landzunge aus weißem Sand mit hellgrüner Lagune, begrenzt von einer türkis leuchtenden Bucht einer- und dem tiefblauen Meer andererseits. Gegenüber bildet ein fast vulkanförmiger Felskoloss den Horizont. Das Farbspektakel ist unwirklich und grandios. Ist man früh oder spät da, entgeht man den vielen Ausflugsbooten, die hier einen Badestopp machen. In der Hauptsaison kann es nämlich schon ziemlich voll werden.

Deshalb wohnt man am besten gleich in nächster Nähe, am Falasarna Beach. Dort, wo das Kap beginnt. Praktischerweise befindet sich hier ein Badestrand, der regelmäßig zu den Top Ten Griechenlands gewählt wird, breit und großzügig für Familien, aber mit verschwiegenen Felsbuchten am Nordende. Hier gibt es kaum Pauschaltourismus, man findet überall ruhige Plätzchen. Und Unterkünfte vom einsamen Apartment mit Buchtblick über Ferienhäuser bis zum kleinen Strandhotel. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass auch die Preise hier entspannter sind.

Schon das Panorama, wenn man von der Hauptstraße auf den Hügeln kommend in die Bucht von Falasarna eintaucht, ist atemberaubend. Hier ist es grün, der Boden ist fruchtbar und die Kräuter duften nach Griechenland. Rechts und links sind schroffe Berge, dazwischen der ein Kilometer lange und dreihundertfünfzig Meter breite, durch Korallenstaub schimmernde Strand namens Pachia Ammos. Die Sonne schaut allabendlich zum Untergang vorbei, ganz ohne Partypeople und dröhnende Bässe. Ruhe. Bis auf die dezenten Bouzouki-Klängen in der Taverne am Abend. Wolfgang Godai

Strände: Gehören zu den  schönsten Griechenlands, aber oft nur mit robustem Mietauto erreichbar
Wohnen: Das Falasarna Bay Hotel liegt am Ende der Straße und hat hübsche Zimmer mit Meerblick. Freundliches Management, je nach Saison und Verfügbarkeit ab 30 € p. P., 
Essen: Alea Beach Bar beim Falasarna Bay Hotel am Strand, Sunset-Drinks, Fisch, griechische Spezialitäten

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