46-226956793
Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Die schönsten Flussbäder Österreichs

Bäder für Nostalgieverliebte, kalte Gebirgsbäche, versteckte Sandstrände, felsige Liegeterrassen oder urbane Kanäle: zehn Bade-Ideen.

Wer früher beim Stadt-Land-Fluss-Spielen gut aufgepasst hat, dem sind die Flüsse bekannt – vor allem jene mit exotischen Anfangsbuchstaben wie die Ybbs. Die Erkenntnis Jahre später: Der Nebenfluss der Donau entpuppt sich als vielseitige Flussbad-Hopping-Destination beim Dahinradeln: Bäder in Hollenstein, Opponitz, Göstling und im Schwarzbad-Areal fordern zum Pritschel-Stopp gegen den türkisen Strom auf, bevor die Ybbs schließlich in die Donau mündet.

Apropos. Dass diese zum Sommer-Buddy taugt, belegen zig Badestellen in Wien, die Pionierinsel, das Strombad Kritzendorf, Tulln, Wachau-Strände bis zum hippen Spot Alt-Urfahr in Linz.

Flussschwimmen liegt im Trend: fließende Frische statt aufgeheizter Gewässer, Naturkino statt Chlorgeruch, felsige Terrassen statt Sardinen-Gefühl auf der Liegewiese, einsame Buchten statt gekachelter Becken.

Weil es nicht immer die Donau sein muss, haben wir zehn Ideen für einen Sommer im Fluss für Sie. Was man laut Wasserrettung in Fließgewässern beachten soll: sich langsam abkühlen, sich von Brückenpfeilern, Wehren und treibenden Objekten fernhalten, die Wildbadeplätze gut auszusuchen, auf die Strömung achten und die eigene Kraft angesichts möglicher Strömungen richtig einzuschätzen.

46-226956802

Almkanal, Salzburg

©Salzburger Land

Smaragdgrüner Kanal: Almkanal, Salzburg

Seit Schauspieler Philipp Hochmair seinen „Jedermann“-Job in Salzburg angetreten hat, lässt er sich oft im Almkanal treiben. Er ist damit nicht allein. „Klein-Ibiza“ nennen die Einheimischen eine Stelle unweit des Leopoldskroner Weihers im Süden der Stadt. Auf zwölf Kilometern kühlt der klare, smaragdgrüne Kanal die Festspielstadt: Über kleine Leitern steigt man ein, lässt sich treiben und steigt wieder aus. Unter den Kopfweiden findet man  kleine Buchten; die Temperatur beträgt maximal siebzehn Grad. Extra-Coole surfen bei der künstlich angelegten Welle bei der Birkensiedlung. Nichts für Warmduscher!

Während der Almabkehr wird der Kanal trockengelegt – von 5. bis 25. September, Infos zur Stollenführung: almkanal.at

46-226956796

Strandbad Drosendorf, Niederösterreich

©Waldviertel Tourismus/ Waldviertel Tourismus

Altes Strandbad, frischer Wind: Strandbad Drosendorf, Niederösterreich

Seit 1929  thront das bezaubernde Badehaus aus Holz auf Pfeilern nach dem Vorbild des alten Wannseebads bei Berlin neben der dunkelgrünen Thaya im Waldviertel. 1993 wurde der Pavillon renoviert. Auf der lang gezogenen Liegewiese findet man immer ein Plätzchen für die Sommerfrische; die Thaya lädt zum Paddeln, Schwimmen und Treibenlassen ein. Seit Elisabeth Ruckser übernommen hat, sticht die Küche hervor: Sie serviert regionale Schmankerl und veranstaltet regelmäßig ein Pop-up-Wirtshaus. Auf der Karte stehen dann unter anderem Ceviche oder gegrilltes Spanferkel. Wer nicht mehr heimfahren will, hat Glück: Gleich nebenan befindet sich ein Campingplatz.

Strandbad Drosendorf: Öffnungszeiten in den Sommerferien auf thaya-strand-bad.at

46-226956795

Rodlbad Gramastetten

©Marktgemeine Gramastetten/Marktgemeinde Gramastetten

Kälteschleuse: Rodlbad Gramastetten, Oberösterreich.

Ein  Zwischenstopp in Gramastetten zahlt sich im Sommer immer aus: Ein wenig versteckt im Graben betreibt ein Verein ein öffentlich zugängliches Flussbad. Ein Schleusentor staut das eiskalte Wasser der Großen Rodl. Im so entstehenden Becken kann man schwimmen; eine Liegewiese mit Spielplatz, Umkleidekabinen und einem kleinen Planschbereich für Kinder lädt zur Pause ein. Buffetbetrieb wird von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen angeboten. Hunde sind nicht erlaubt.

Rodlbad Gramastetten. Buffet von Freitag  bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 19 Uhr. gramastetten.ooe.gv.at

46-226956798

Baden in der Ybbs

©Niederösterreich Tourismus/Gerald Demolsky

Radeln, dann abkühlen: Strandbad Hollenstein an der Ybbs, NÖ

Erst strampeln, dann abkühlen: Der Ybbstalradweg empfiehlt sich für Badestopps in kristallklarem Wasser. Im hinreißenden Strandbad in Hollenstein teilt ein Sohlgurt den Fluss in einen Nichtschwimmerbereich und eine 2,5 Meter tiefe Badestelle. Dazu gibt es einen Tischtennistisch, Freiluftschach und
Grillplätze. Zum Wildbaden eignen sich unter anderem das Ochsenloch nahe Opponitz, der Badeplatz Zell in Waidhofen oder das Parkbad Göstling mit Kiosk und Toiletten.

Details zu Hollenstein auf freizeitverein.at. Weitere Badestellen und Infos zum 111 Kilometer langen Ybbstalradweg: mostviertel.at

46-226957128

Naturbad Taugl, Salzburg.

©Bad Vigaun Tourismus

Flussbaden an der Taugl: Naturbad Taugl, Salzburg.

Mit einer Liegeterrasse aus natürlichen weißen Felsen bei der Römerbrücke wartet die Taugl in Bad Vigaun auf. Die Gemeinde liegt rund dreißig Fahrminuten südlich von Salzburg. Das kristallklare, türkisgrüne Wasser erfrischt an heißen Tagen. An dieser Stelle ist das Schwimmen im Fluss erlaubt. Aber Achtung: Das Tauglgries selbst ist ein Natura-2000-Gebiet. Das heißt, das zentrale Flussbett darf vom 1. April bis 31. Juli nicht betreten werden, um seltene Tierarten nicht zu stören.

Naturbad und Naturschutzgebiet Taugl: Alles Wissenswerte unter bad-vigaun.at

46-226957130

Flussbad St. Ruprecht/Raab, Steiermark.

©Weiz Tourismus

Fluss mit Rutsche: Flussbad St. Ruprecht/Raab, Steiermark.

Flussabenteuer und Becken mit Vierzig-Meter-Rutsche: Im  oststeirischen St. Ruprecht an der Raab (st.ruprecht.at) ist beides möglich. Das Flussbad ist ein zeitloses Erlebnis für Kinder, der alte Baumbestand bietet ausreichend Schatten und Erfrischungen sind in der Schirmbar oder am Buffet erhältlich. Dazu kommen Beachvolleyballplatz, Kinderbecken und Tischtennistische. Ein Badetag wie damals! Die Anreise ist auch mit dem Rad möglich. Wildromantisch indes erlebt man den Fluss bei einer schattigen Wanderung durch die Kleine Raabklamm flussabwärts: vom Gasthof Jägerwirt in Mortantsch bei Weiz bis nach Oberdorf – inklusive Sandbänke und kleinen Tümpel.

46-226956794

Strandbad Plank am Kamp, Niederösterreich.

©Julia Schafferhofer

Nostalgie und Jazzbrunch: Strandbad Plank am Kamp, Niederösterreich.

Rotes Holzhäuschen, Pavillon, Leitern in den stets frischen Kamp und dazu ein Weltklasse-Buffet: Seit mehr als hundert Jahren ist das Strandbad in Plank am Kamp ein Ort für Nostalgieverliebte. Nebst Yoga und Frühstück, einem Kultur- Programm mit Jazzbrunch, Kindertheater und Open-Air-Kino wartet das fescheste Bad im Kamptal auch mit ausgezeichneter Strandküche im „Das Bachmann“ auf: Grillzucchini mit Schaffrischkäse, Wildschwein-Käsekrainer, Asia-Nudelsalat, dazu Weine der Region und SUP-Boards zum Ausleihen. Weitere Badestopps entlang des Kamps empfehlen sich in Schönberg, Stiefern und Langenlois.

Kulturprogramm und Küche: das-bachmann.at, mehr Tipps unter naturpark-kamptal.at
 

46-226956787

Bregenzer Ach, Vorarlberg

©Julia Schafferhofer

Felsige Frischegarantie: Bregenzer Ach, Vorarlberg

Steigt die  Wassertemperatur des Bodensees, empfiehlt sich ein Abstecher an die Bregenzer Ach: Der rund siebzig Kilometer lange Gebirgsfluss entspringt an der Ostflanke der Mohnenfluh und schlängelt sich – teils entlang der einstigen Bregenzerwaldbahn – bergab. Er mündet unweit des Klosters Mehrerau in den Bodensee. Je tiefer man mit dem Rad in das Ach-Tal eindringt oder den Fluss zu Fuß erwandert (etwa ab der Weißachbrücke unterhalb von Doren bis nach Langenegg), desto einsamer werden die Buchten, in denen man sich erfrischen kann. Lässig sind die Sandplatten der versteinerten Meeresküste unterhalb der Lauteracher Eisenbahnbrücke – mit Schwimmplatz und einer Art natürlicher Gegenstromanlage.

Routen zum Wandern, Biken und Schwimmen auf bregenzerwald.at und bodensee-vorarlberg.com
 

46-226956792

Ötschergräben, Niederösterreich

©Schafferhofer

Der alpine Canyon: Ötschergräben, Niederösterreich

Nicht umsonst wird die Gegend gerne der „Grand Canyon Österreichs“  genannt. Zwischen schroffen Felsen, tosenden Wasserfällen, Holzstegen und unwirklich türkisfarbenem Wasser stauen sich kleine und größere Naturbecken, in die man springen kann. Eine wildromantische Gegend, von der schon Kaiser Franz II. angeblich sehr angetan war. Wir widersprechen nicht. Eine ideale Ausgangsbasis für das Wandern in den Schluchten ist das Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck. Aber Achtung! Die Wassertemperatur des Ötscherbachs beträgt selbst an heißen Tagen maximal frische fünfzehn Grad. Kiesbänke und Gumpen eignen sich für eine Pause oder einen Kneipp-Gang.

Wanderungen durch die Schluchten und alle Infos: naturpark-oetscher.at

Kommentare