Fundierte Ausbildung für Physiotherapeuten, die Hunde behandeln.

© /Walter Walker

Ausbildung
11/05/2014

Wie Physiotherapeuten auf den Hund kommen

Startschuss für neuen Uni-Lehrgang Hunde-Physiotherapie. Und für bewährten Pädak-Lehrgang Tierschutz.

Probleme mit dem Bewegungsapparat: Nicht nur Menschen, auch Haustiere sind davon betroffen. So hat sich die Physiotherapie in den vergangenen Jahren auch zu einer wichtigen Behandlungsmethode bei Hunden entwickelt. Sie wird sowohl in der Therapie als auch in der Prävention von orthopädischen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt; vor allem bei Arbeits- und bei Sporthunden. "Der Bedarf an entsprechend ausgebildeten Personen wächst", sagt Barbara Bockstahler, Studiengangsleiterin an der Vetmeduni Vienna.

Veterinärmedizinischen Universität Wien reagiert auf die gestiegene Nachfrage an Physiotherapeuten und startet Anfang März 2015 den ersten internationalen Universitätslehrgang zur Physikalischen Medizin und Rehabilitation beim Hund. Die berufsbegleitende Ausbildung dauert drei Semester, ist von der Österreichischen Tierärztekammer anerkannt und für Tierärzte, Studierende der Veterinärmedizin, Tierarzthelfer und Humanphysiotherapeuten zugänglich. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2014, die Abschlussprüfung findet im August 2016 statt. Die Kosten pro Semester belaufen sich auf 5500 Euro plus ÖH-Gebühr.

Der Universitätslehrgang „Certified Canine Rehabilitation Practitioner (CCRP)“ ist ein Kooperationsprojekt der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der University of Tennessee, USA. "Zu den zentralen Aufgaben der Absolventinnen und Absolventen wird die Entwicklung von Rehabilitationsprogrammen für Hund zählen. Nach ihrem Abschluss werden diese Expertinnen und Experten durch tieroptimiertes Training und durch optimales Schmerzmanagement im Rahmen der physikalischen Therapie einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz leisten", erklärt Bockstahler: Wir wollen hier eine gute theoretische Basis vermitteln, legen aber höchsten Wert auf den Praxisbezug."

Tierschutz an der Pädagogischen Hochschule

Auch diePädagogische Hochschule Wienist bemüht, Fachwissen rund um Tiere zu verbreiten. Der Verein "Tierschutz macht Schule" startet dort für Personen mit abgeschlossenem Lehramtsstudium bzw. Studenten im letzten Abschnitt einen neuen Durchgang für den gleichnamigen Lehrgang.

"Seit dem Jahr 2007 haben 2700 Bildungseinrichtungen bei uns mehr als 400.000 Unterrichtshefte bestellt", sagt Marie-Helene Scheib vom Verein „Tierschutz macht Schule“ und sieht damit das große Interesse vieler Lehrpersonen an Tierschutz-Themen bestätigt. Damit Lehrkräfte fachlich fundiertes Tierschutzwissen noch besser an Schüler weitergeben können, führt der Verein in Kooperation mit der PH-Wien den vierten Lehrgang "Tierschutz macht Schule" durch. Der Lehrgang wird von der Tierschutzombudsstelle Wien finanziell unterstützt.

In verschiedenen Modulen wird der achtsame Umgang mit eigenen Heimtieren genauso vermittelt wie das Verstehen der Zusammenhänge zwischen Konsumverhalten und den Lebensbedingungen von Kuh und Co. Wissen soll dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Wildtieren erst gar nicht entstehen zu lassen. Tierschutzbildung trägt zum sozialen Lernen bei, denn beim Umgang mit schwächeren Lebewesen sind Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen gefragt.

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