© Talia Jane

Shitstorm nach Kündigung
02/23/2016

Kritischer Blogbeitrag: Yelp feuert Mitarbeiterin

Der CEO des Unternehmens erntet auf Twitter einen Shitstorm.

Sie könne sich keine Lebensmittel leisten, weil 80 Prozent ihres Gehalts für die Miete draufgehen, schreibt Talia Jane in einem offenen Brief auf dem Blognetzwerk Medium. Dieser ist an den CEO von "Yelp", Jeremy Stoppelman, gerichtet, für dessen Tochterfirma "Eat24" die 25-Jährige arbeitet. Beziehungsweise gearbeitet hat, denn nach ihren kritischen Worten wurde Jane gekündigt.

Talia Jane ist nach ihrem Studium nach San Francisco gezogen, um bei "Eat 24", einer Essensliefer-App, zu arbeiten. Sie hatte sich zunächst für einen Job im Medienteam beworben, wurde dann aber dem Kundenservice zugeteilt. In dem offenen Brief schreibt Jane, dass sie 12,25 Dollar pro Stunde verdient und sich mit diesem Gehalt unmöglich eine Wohnung in San Francisco leisten kann. Deswegen ist sie an den Stadtrand gezogen und muss nun jeden Tag fast 50 Kilometer pendeln, was Kosten von 200 Dollar pro Monat für die öffentlichen Verkehrsmittel verursacht.

Weil ihr eine Gehaltserhöhung verwehrt wurde, lebt Talia Jane laut eigenen Angaben am Existenzminium und kann sich teilweise nicht einmal genug Lebensmittel leisten und muss sogar hungrig ins Bett.

Auch auf Twitter wollte sich die 25-Jährige Gehör bei Jeremy Stoppelman verschaffen:

"Bitte lass mich genug Gehalt zum Leben verdienen. Ich verspreche, all deine Vlogs zu schauen. Bitte lass mich nur meine Miete bezahlen können", so ihre Worte an den CEO.

Einige Stunden später wurde Talia Jane gekündigt. Nachdem sich auf Twitter ein Shitstorm gegen Stoppelman zusammenbraute, reagierte dieser auf die Anschuldigungen:

"Ich bin nicht persönlich in die Kündigung von Talia involviert und es war nicht nur, weil sie auf Medium einen offenen Brief veröffentlich hat, der an mich gerichtet war."

Die Twitter-Gemeinde nahm ihm das nicht nicht ab und obwohl Stoppelman immer wieder versuchte, deeskalierend zu argumentieren, wurde "Yelp" zum Trending Topic:

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