Kiku

Kinder haben wieder für eine Woche lang das Kommando über Volkshalle und den halben Arkadenhof des Wiener Rathauses übernommen. Sie betreiben ihre Stadt „Rein ins Rathaus“ im Rahmen des wienXtra-Ferienspiels – vom Post austragen übers Gasthaus bis hin zu den Regierungsgeschäften. Der sechste und letzte Tag am Samstag musste abgesagt werden. Freitag Abend trat ein technisches Gebrechen im Rathaus auf, das zu dieser Maßnahme zwang.

Dabei sind in diesem Jahr vom ersten Tag an nicht nur die gewählten StadträtInnen und BürgermeisterInnen sowie die Abgeordneten aller Bereich aktiv, schon am Montag wurde ein Volksbegehren gegen ein neu erlassenes Gesetz gestartet. Das Gasthaus muss demnach mobile Verkäuferinnen und Verkäufer mit Bauchladen beim Marktamt anmieten. Das störte nicht nur die MitarbeiterInnen des Gasthauses, sondern auch drei Redakteurinnen der Tageszeitung. Sie griffen das Thema auf.

Brennendstes Problem aber waren – wie fast immer – zu wenige Jobs und zu lange Schlangen beim Arbeitsamt. Dem nahm sich die neugewählte Regierung – sieben Parteien hatten kandidiert – an und erließ eine Verordnung über kürzere Mindest- und Höchst-Arbeitszeiten. Beide sollen Arbeitsplätze schneller frei machen. Andererseits klagen manche Bereiche, dass der schnelle zwangsweise Wechsel des Personals neue Probleme schaffe. Und da die meisten lieber arbeiten als Geld ausgeben, wurde auch noch eine Reichensteuer eingeführt.

Am Mittwoch tauchte ein neues Problem auf: Die Preise im Shop stiegen enorm. Engagierte Bürgerinnen und Bürger starteten eine Volksbefragung dazu, schon am selben Tag war die erforderliche Zahl von 30 Unterschriften fast erreicht. Möglicherweise wird am Donnerstag sogar eine Volksabstimmung daraus - sollten es sogar 50 Unterschriften werden. Dann würden die Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag nicht nur - wie täglich - eine neue Regierung wählen, sondern auch mit einer zweiten Stimme = Murmel abstimmen, ob der Shop städtische Subventionen erhält, um die Preise senken zu können.

Ja, und es gab dann die 50 Unterschriften und damit die Volksabstimmung. Das führte auch dazu, dass noch mehr Bürger_innen zur Wahl gingen - die Schlange reichte bis ins Stiegenhaus des großen Rathauses. 131 stimmten für und 15 gegen die Stadt-Hilfe für den Shop, damit dort die Preise billiger werden können. Ja, und in diesem Jahr wurde erstmals eine Bürgermeisterin gewählt. Rehnuma bekam mit ihrer Partei "Träume werden Zile" (TWZ) die meisten Stimmen.

Die Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ trafen täglich aber auch auf Politikerinnen und Politiker des „großen“ Wien – von BezirksrätInnen über die StadträtInnen Jürgen Czernohorszky, Michael Ludwig und Sandra Frauenberger sowie Bürgermeister Michael Häupl.

In der Kinderstadt produzieren die jungen Bürgerinnen und Bürger auch allerhand Medien - vom Live-Radio über TV-Nachrichten und -Reportagen bis hin zu einer Tageszeitung. Jahrelang wurde diese vom Kinder-KURIER unterstützt, seit zwei Jahren von der Stadt Wien - mit dem KiKu-Reporter als "Leihgabe".

geht's zur 12-seitigen Zeitung des ersten Tages

und

zu der gleich dicken Ausgabe von Tag 2.

Zur wieder 12-seitigen Ausgabe von Tag 3 geht es

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Auch am Donenrstag fabrizierten die jungen Bürger_innen 12 Zeitungseiten - zu diesen kommst du

Und die Zeitung vom Freitag findest du zum Download

... von Tag 1 von "Rein ins Rathaus" 2017