Kiku
11.05.2017

„Individuelle Förderung ist die beste Integration“

Kreativpädagogische Projekte für und mit Jugendlichen und Lehrkräften der NMS Gassergasse (Wien)

150 Jugendliche, Eltern und interessierte Gäste kamen in die NMS Gassergasse 44 (Wien-Margareten) um gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „Schule fürs Leben“ das dreijährige Bestehen und die erfolgreiche Zusammenarbeit zu feiern.In den 3 Jahren hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig individuelle Förderung ist und wie erstaunlich gut auf diese Weise Integration stattfinden kann. Integration durch Bildung ist somit DAS Gebot der Stunde“, zeigen sich die beiden Vereinsgründerinnen, Gertraud Berka-Schmid und Karin Holdhaus überzeugt und begeistert.

Bilder Jugendlicher versteigert

Begeistert zeigten sich u.a. auch Bezirksschulinspektor Manfred Zolles und die „Erfinder“ des gleichnamigen Schulexperiments, das 2014 zur Gründung des Vereins motivierte, ORF „Thema“ Moderator Christoph Feurstein, ORF Chefredakteurin der ORF-Magazine, Waltraud Langer und Sissy Mayerhoffer, Leiterin des Humanitarian Broadcasting im ORF, für Hilfsaktionen wie „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ verantwortlich.

Ihrer Begeisterung Ausdruck verliehen Sie auch, indem sie bei der Versteigerung von 10 Bildern, die Schüler_innen gemalt haben, kräftig mitsteigerten. Die Einnahmen aus den Bildern, einer Tombola und einem Spendenbuffet fließen die Vereinskasse, womit bestehende und neue Projekte unterstützt werden können.

Fürs Leben lernen durch Erleben

Nach diesem Motto entwickelt und finanziert der gemeinnützige Verein „Schule fürs Leben“ seit drei Jahren kreativpädagogische Projekte in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrer_innen der NMS Gassergasse 44 (mehr als 30 verschiedene Erstsprachen). Durch das außergewöhnlich hohe Engagement der Direktorin Andrea Walach und ihres Lehrkörpers können Projekte verwirklicht werden.

Auf einem Projektpfad konnten die Gäste bei einzelnen Stationen Einblick in die Projektmodule gewinnen. Diese Integrationsprojekte, die gleichzeitig auch die individuelle Persönlichkeitsentwicklung im Blickwinkel haben, sind derzeit ausgerichtet auf vier Bereiche: Sprache, Kultur, Soziale Kompetenzen, Forschen konkret.

Beispiele dafür

Sprachförderung Deutsch durch Theaterpädagogik: Die Themen kommen von den Schüler_innen. Gemeinsam werden kleine Szenen dazu erarbeitet. Am Semesterende gibt es eine Aufführung zu der Eltern und Freunde eingeladen werden.

Virtualität versus Realität auch „Roots Camp“ genannt: Eine Woche ohne Strom, Elektronik oder Gas. Dafür aber das Erlebnis wie wichtig das Miteinander fürs Leben und Überleben ist.

Forschen in der Natur: Mit einem Biologen der Universität Wien und Studierenden wird Biologie lebendig, angreifbar, erlebbar und interessant.

Rhythmus und Mathe: Studierende der Rhythmik (Musik- und Bewegungspädagogik) aus einem höheren Semester an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und eine Förderlehrerin der NMS Gassergasse machen Mathe durch verschiedenste Übungssequenzen aus der Rhythmik körperlich erlebbar.

Musik – Instrumentalunterricht: Studierende der Musik-Uni, Studienrichtung Instrumentalpädagogik - Klavier, unterrichten am Nachmittag in der Schule. Es gibt viele musikalisch begabte Kinder, die sonst keinerlei Möglichkeit hätten in ihrer Begabung unterstützt zu werden. Das dafür nötige Pianino wurde größtenteils von den Wiener Philharmonikern gesponsert.

John Hunters World Peace Game: Das World Peace Game, das von GlobArt nach Österreich geholt wurde, hat an dieser Schule in kürzester Zeit einen hohen Stellenwert bekommen. Eine Woche lang schlüpfen die Kinder in „mächtige Positionen“ und bekommen die Aufgabe, die Welt friedvoll zu retten.

Mehr Infos zum Verein: www.schulefuersleben.at