Lilly trifft Lupo samt Aliensuppe

In "Lilly und die Aliensuppe", dem jüngsten Musical von Rabauki, treffen Aliens auf Menschenkinder, erleben beide Gruppen Mobbing und... - Interviews mit einigen mitwirkenden jungen Darstellerinnen und Darstellern.

Bunte Aliens Tanzprobe Wo sind die Sterne? Herrlich ausgefallene Sterngucker Gruppe von Schülerinnen und Schülern

Alles nur nicht Schüler wollten wir sein“, freuen sich Jabu (9) und Carol (10) darüber, dass sie Aliens spielen und tanzen dürfen. Der Kinder-KURIER trifft viele Mitwirkende am jüngsten Musical des Vereins Rabauki bei den Proben im Verein Zentrum Aichholzgasse in Wien-Meidling. Die achte Produktion trägt zum siebenten Mal Lilly im Titel, diesmal „Lilly und die Aliensuppe“. „Und es geht um Mobbing“, tönt es dem Reporter von allen Seiten entgegen und schieben die Erklärung nach, weshalb sie nicht Schülerinnen und Schüler spielen wollten. „Die sind urgemein zu Lilly“. Genau das zu spielen fällt auch den meisten Kids schwer, die diese Rollen zugedacht bekommen haben. …..

Fantasiesprache

Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe Foto: Heinz Wagner Zurück zu den Aliens. Jabu meint, dass er auch deswegen gerne einen solchen spiele, „weil mri die Kostüme so gut gefallen“. Die lila kleidartigen Gewänder tragen auf der Brust einen großen herz-ballt-förmigen Mund, wird er geöffnet können die Bühnenakteur_innen mit der linken Hand durchfahren, um Energie einzusammeln. Ganz so brav und nett sind sie aber auch nicht. Auch sie mobben einen der ihren – namens Lupo, nur weil er stottert. Nur kommen sie nicht so bös rüber, weil sie die Rrangudau in einer Fantasiesprache reden, was über weite Strecken witzig und nicht so arg klingt. „Außerdem entschuldigen wir uns, das heißt dann kozaö“, meint Carol, die heuer das dritte Mal mitmacht, ihr Bruder ist das vierte Mal dabei. Bei jedem der Musicals stand die heute 13-jährige Kira mit auf den Bühnen der jeweiligen Theater, in Wien zuletzt immer im Akzent. „Weil’s Spaß macht“ unterzieht sie sich auch der durchaus manchmal anstrengenden Probenarbeit.

Neulinge und viele "alte Hasen"

Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe Foto: Heinz Wagner Ähnlich begründet auch Simon, einer der schwarz gekleideten mit glitzernden, gepolsterten Sternen kostümierten Sterne sein Mitmachen. „Manchmal ist das Proben schon mühsam, aber nur teilweise. Am schönsten ist es aber, auf der Bühne vor Publikum zu spielen und singen“, begründet er auch, weshalb er die Anstrengungen liebend gern auf sich nimmt. Lilly, nein nicht die nach das das Musical benannt ist, ist eine der Neulinge. „Ich wollt’s einfach einmal ausprobieren“, meint die fast ständig mit ihrem Glitzerpulli um die Wette strahlende Newcomerin. Auch Lena ist das erste Mal dabei und findet’s „cool“. Sophie macht’s „einfach Spaß zu singen, zu tanzen und zu spielen“.
Emma erklärt, immer wieder unterstützt und ergänzt von den Genannten, dem Kinder-KURIER die Aufgabe der Sterne: „Wir fangen den Lupo, wenn er vom Raumschiff abstürzt auf und schauen, dass er auf der Erde im Zimmer von Lilly landet. Außerdem kochen wir die Aliensuppe mit Salz und Sternenstaub. Die hilft, dass die Lilly den Lupo verstehen kann.“

Nicht ganz leicht, aber…

Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe Foto: Privat Der Kinder-KURIER interviewte auch zwei der fiesen, mobbenden Schüler_innen. Die 11-jährige Les, zum vierten Mal in einem Rabauki-Musical, meinte: „Es ist nicht das, was man gerade gern macht, aber weil ich weiß, dass dem Mädchen, das die Lilly spielt, das nichts ausmacht, ist es auch nicht so schwer. Du zeigst halt her, was deine Rolle ist und im Spiel macht’s dann durchaus auch Spaß einmal den Schul-Rucksack weg zu kicken. Außerdem denk ich mir in der Schule oft, wie arg das ist, wenn wer gemobbt wird. Und wenn wir das auf der Bühne ganz gut zeigen und darstellen, dann merken die Zuschauerinnen und Zuschauer das hoffentlich, dass Mobbing nicht richtig ist. Deswegen finde ich, dass es vielleicht sogar das sinnvollste Musical ist, bei dem ich bisher mitgespielt habe, auch wenn ich mich am Anfang schon ein bisschen gewundert habe, dass ich eingeteilt worden bin, so eine fiese Schülerin zu spielen, wo ich doch im Vorjahr gemeinsam mit der Hauptdarstellerin die Welt gerettet habe.“

Froh, ein Schüler und kein Alien zu sein

Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe Foto: Privat Severin (8) und das dritte Mal dabei, „wäre am Anfang als die Rollen verteilt wurden, viel lieber ein Alien gewesen. Aber jetzt wenn ich mir die Kostüme anschaue, bin ich ganz froh, dass ich nicht so ein lila Alien-Gewand tragen muss. Jetzt freu ich mich, dass ich ein Schüler bin, auch wenn es nicht ganz so leicht ist, einen Fiesen zu spielen, aber die Juci hat uns ein paar Tipps gegeben und damit geholfen, dass wir das gut hinkriegen. Und die Schauspielerin von der Lilly ist ganz nett und lustig. Im Spaß ärgern wir uns dann bei den Proben gegenseitig, dann fällt das leichter das auch zu spielen.“
Insgesamt findet er die Proben „nicht anstrengend, aber auch nicht leicht, so mittel, es ist schon eine Arbeit, sich das alles zu merken, wo steh ich, was mach ich, was sing ich…“ Aber immerhin „ist ja mein Berufswunsch Schauspieler. Ich schau gern Filme und Musicals – das fasziniert mich. Drum will ich das auch selber machen“, vertraut der 8-Jährige dem KiKu an.

Probenfotos

Aliens und Sterne in Aktion

Die Story

Kopie von Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe
Foto: Heinz Wagner

Die Aliens sind auf dem Weg durchs All um Energie für ihr Raumschiff zu finden. Der Alien-Bub Lupo stottert und macht immer alles falsch. Da sein Ufo mit Sprache gesteuert wird, bekommt er damit Probleme, rast auf die Erde zu und legt eine glatte Bruchlandung hin. Mitten in Lillys Zimmer. Lilly, die in der Schule immer von ihren Mitschülern ausgelacht und ausgeschlossen wird, sitzt plötzlich dem verängstigtem Alien Lupo gegenüber, den sie noch dazu nicht versteht. Sterne greifen helfend ein, und streuen kosmische Energie in die Suppe, die Lilly gerade löffelt. Plötzlich geschieht das Unglaubliche: Sie kann Lupo verstehen! Gemeinsam machen sie sich daran, Energie für das Raumschiff zu suchen. Eine außergewöhnliche Freundschaft entsteht, durch die Lilly und Lupo den verrückten Schullehrer Haselböck zum Tanzen und ihre Mitschüler zum Strahlen bringen. Und ehrlich -  sind wir nicht alle anders als die anderen?

Der Verein Rabauki...

... und sein Team aus professionellen Künstler_innen macht sich mit diesem Musical auf die Suche nach Lösungen bei Mobbing und Ausgrenzung. Wie schon bei „Lilly und der versunkene Regenbogen“, „Lilly und die Glücksfabrik“ und „Lilly und der magische Spiegel" wirbeln auch diesmal Rabauki-Kinder aus ganz Wien, Hollabrunn und Bruck/Leitha über die Bühnen.

Infos

Rabauki-Musical, Lilly und die Aliensuppe
Foto: Heinz Wagner

Wann und wo?
19. bis 30. November
Theater Akzent, 1040, Theresianumgasse 18
Telefon (01) 501 65-3306
www.akzent.at

www.rabauki.at

Lilly und die Aliensuppe
Regie: Nikolaus Stich
Musik: Juci Janoska + Albin Janoska
Idee und Buch: Juci Janoska
Lilly: Julia Huber, Nicole Klünsner, Tina Hanreich
Lupo: Timo Hilger, Florian Weinke, Alex Karger
Lehrer Haselböck: Gerhard Obr
Mutterschiff und Stern: Nikolaus Stich
Lillys Mutter: Tina Haller
Stern: Karin Ziegelwanger
Stern + Ohurra (Chefin der Rrangudau): Juci Janoska
Lillys Schulklasse, Rrangudau, Sterne: Rabauki Kinder:
Michelle Blaschke, Lena Balogh, Simon Betzwar, Felicitas Boyer-Telmer, Carol & Jabulani Brunthaler, Rosa Chorherr, Riccarda Christen, Sarah Czeczelich, Milena & Simon Dörfler, Emma Farmer, Flavia Engel, Valerie Födinger, Annalena Frey, Kira Gaggl, Xenia Grubeck, Alexandra Gruber, Nora Hackstock, Marlene Hartl, Julia Hartl, Lea Helm, Sara Hilger, Luise Hofbaur, Lisa Hofer, Nina Houlding, Nikola Hübl, Cara Janisch, Marietta Jüttner, Franziska Jung, Kiana Kaiss, Stephanie Kalab, Lola Khittl, David Kier, Karoline Kier, Nicola Kober, Severin Kolb, Alisa Kosilova, Klaudia Koziel, Viktoria Kraber, Moritz Kraintz, Lilly Kraintz, Victoria Kramer, Miriam Kretschmer, Lara Lamche, Emily Lamche, Larissa Leder, Lena Luco, Sophie Mader, Hannah Mayrhofer, Paula Miksch, Katharina Michalik, Lara Milčić,  Zoe Minihofer, Tobias Mitrenga, Patrizia Mohr, Carla Moritz, Lara Moser, Sophie Payha, Carmen Vanessa Pecek, Saskia Pfeifenberger, Mathias Pfusterschmid, Anna Pliem, Daniel Rabl, Marlena Reinwald, Carolina Reinwald, Violetta Reupichler, Katja Rieder, Leah Rupprechter, Sophie Rupprechter, Valerie Gouche, Stella Saitoli, Gina Sassmann, Sophie Schlor, Valentin Schmidt, Evelyn Schrenk, Mira Senft, Sara Sikimic, Sophia Stöcher, Daria Sturm, Nele Sturm, Emma Weigl, Miriam Wenk, Sarah Wittmann, Leona Wögerbauer, Paula Wölfl, Lena Wolsegger, Niklas Wolsegger, Anna Zieglewanger, Linda Ziegelwanger
Dramaturgie: Juci Janoska + Nikolaus Stich
Bühnenbild: Matthias Krische
Kostüm: Doris Rieger und das Rabauki Team

(KiKu) Erstellt am
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