Kiku
19.11.2016

Kinderrechtetag: "Wir wollten Zeichen setzen!"

Zum Kinderrechtetag tourt ein symbolisches Boot, dessen Planken von Kindern und Jugendlichen bemalt wurden. Motto: "Leben retten" mit Wünschen an und für Flüchtlingskinder.

Rund 20.000 Kinder und Jugendliche in Österreich, Deutschland und Südtirol haben schmale Holzbretter mit bunten Bildern und so manch hoffnungsfrohen Wünschen bemalt. Die insgesamt 4000 Bretter wurden zu Tafeln zusammengebaut und diese wiederum in der Form von Booten aufgestellt. Viele solcher „Boote“ touren durch öffentliche Plätze wie Einkaufszentren, in Deutschland organisiert von der Sternsingeraktion, in Österreich von der Katholischen Jungschar. Damit sollen Vorbeikommende auf das Schicksal von Bootsflüchtlingen aufmerksam gemacht werden. Freitag und Samstag stand ein solches Boot im Zentrum der Wiener Lugner City, Freitag Abend war sozusagen Stapellauf u.a. mit Christian Konrad, ein Jahr lang Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, und Sara Dallinger, Vorsitzende der Katholischen Jungschar.

Gut aufgenommen

Samstag Mittag kamen die meisten Jugendlichen der 4 d KIM (Kreativ, Inklusiv, Mehrsprachig) der SMS Ybbs an der Donau (NÖ) nach Wien, um dem Kinder-KURIER zu erzählen, weshalb sie sich bei der Aktion – und darüber hinaus – engagieren. „Wir wollten damit Zeichen setzen, dass die Politiker mehr machen müssen, damit nicht so viele Menschen im Meer ertrinken“, meinte gleich eingangs Tobias. Dann schildern seine Mitschülerinnen und Mitschüler, dass sie „sich in den Medien, vor allem im Internet über die Lage der Flüchtlinge erkundigt haben“. Andere warfen ein: „Und wir haben in der Klasse auch ein Flüchtlingsmädchen aus Syrien. Über die Flucht selbst hat sie nicht so viel erzählt. Das ist ja nicht so einfach.“ Aber in der Klasse sei sie gleich gut aufgenommen worden, „obwohl am Anfang war’s nicht so leicht, weil wir nur Englisch reden konnten und die meisten sind keine englisch-Genies“, gesteht Johannes. „Aber wir haben dann abwechselnd mit ihr geredet und dabei auch unser Englisch verbessert“, merken einige an. Selina beginnt dann zu erzählen: „Einige von uns sind dann auch immer wieder zur Flüchtlingsunterkunft vom Roten Kreuz gegangen. Wir haben mit ihr gespielt, meistens Fußball, und gelernt, vor allem naturwissenschaftliche Fächer.“ Jetzt nach rund einem Jahr kann die Mitschülerin schon ziemlich gut Deutsch, merken einige der Jugendlichen an. Es habe auch Essens-Austausch gegeben. „Wir haben einen Apfelstrudel hingebracht und dort Tee und verschiedenes Essen gekriegt, das für uns neu war.“ Besonders angetan zeigt sich Selina, bei der die Mitschülerin auch vorübergehend wohnte als deren Vater ins Krankenhaus musste „von einem Hendl mit einer guten Soße, irgendwie einer süßen Chili-Soße.“

Kreativklasse

Zurück zu den Planken: „Wir haben in kleinen Gruppen, so zu zweit oder dritte immer ein Brett bemalt“, schildert Özgür. Die Frage, ob sie davor Skizzen gemacht hätten, verneinen sie unisono: „Wir sind eine Kreativklasse, da haben wir gleich direkt gemalt“ – tönt es einheitlich wie aus einem vielstimmigen Chor. „Aber wir haben schon in den Gruppen besprochen, was wir drauf malen und schreiben“, so der zuvor genannte Schüler. „Und wir sind schon stolz, dass unsere Planken jetzt herumreisen“, so Tobias. Nur eine der zehn Planken ist hier in diesem „Boot“ in dem Wiener Einkaufszentrum. Die anderen touren mit weiteren „Booten“. Özgür bedauernd: „Die reisen viel mehr als wir!“

Video zur Aktion "Leben retten!"

... von der "Boots"-Aktion in Wien

Netze, Zeichnungen und ein eigener Rap

Buntes, lautes Leben in der Säulenhalle des Parlaments. Anlässlich des Kinderrechtetages (20. November) kamen Freitag Mittag rund vier Dutzend Kinder aus zwei Betriebskindergärten und einem Hort der Kinderfreund ins „Hohe Haus“. Dort war in einer Ecke zwischen drei Säulen eine Netzwand aufgespannt. Auf der befestigten die Kids ihre Zeichnungen zu dem einen oder anderen Recht, das ihnen besonders am Herzen liegt.

Davor spannten sie selber aus Woll- und Textilbändern ein eigenes Netz. „Spinnen brauchen ein Netz, damit sie Essen fangen können“, meinten einige Kinder. Andere fanden: „Im Zirkus braucht’s auch ein Netz, damit Leute, die oben turnen unten aufgefangen werden, wenn sie runterfallen.“ Und ebenso brauche es, erklärten andere Netze, „damit Kinder aufgefangen werden, die arm sind, niemanden haben...“ Und die Fäden verbanden alle Kinder, die zur Aktion ins Parlament gekommen waren. Als das Knäuel das letzte Kind erreicht hatte, standen alle auf – und hielten das so Netz.

Kinder zeigten, was ihnen wichtig ist

Bevor die Kinder ihre Zeichnungen mit kleinen Kluppen an der Netzwand befestigten, zeigen einige ihre Arbeiten den zur Aktion gekommenen Gästen, vor allem Politikerinnen und Politikern. Arthur und Leyla hatten gezeichnet, dass der eine sein Zimmer mit seinem Bruder und die andere ihr Spielzeugfeuerwehrauto mit ihrem Bruder teile. Maria malte mit Wasserfarben Baum und Haus für Natur und Dach über dem Kopf als Kinderrecht.

So manche der Kinderzeichnungen waren übrigens Vorlage für den Druck von Sondermarken. Ein Druckbogen mit allen verwendeten Motiven wurde von Vertretern der Österreichischen Staatsdruckerei gleich im Parlament an die Kinder verteilt.

Mit Netz, Zeichnungen und Liedern, darunter einem selbst geschriebenen Rap zeigten sie den zur Aktion gekommenen Gästen, wie wichtig ihnen Kinderrechte sind. Bei einem Lied hielten etwa Ingrid, Laura und Iphigenia Tafeln mit dem Recht auf Lachen, Lernen und Spielen in die Höhe. Michi, Dominik, Daniel und Helena legten schließlich in die Mitte des Kreises Puzzleteile mit einer Reihe von Kinderrechten und verteilten dazugehörige Teile an die Gäste, unter ihnen die Nationalratspräsidentin und den Vorsitzenden des Bundesrates. Sie sollten nun die Zeichnungen zu den dazugehörigen Rechten suchen – und finden. Als alle ihre Aufgaben gelösten hatten, begannen die vier genannten Kinder, diese Puzzle-Paare wiederum mit gelben Fäden zu verknüpfen.

Eigener Rap

Hannah, die zum Recht auf Frieden und jenem auf Individualität gezeichnet hatte, Natalie (Freiheit) und Sophie (Ernährung) rappten schließlich die Säulenhalle „Wir sind alle was Besonderes“. Text und Musik hatte sich Hannah ausgedacht: Manche sind halt stumm,/aber keiner ist hier dumm,/wir sind alle was Besonderes... Wir sind alle super toll,/wir sind auch alle cool,/wir sind alle was Besonderes.... Kein Berg ist uns je zu hoch,/wir gehen überall hindurch,/wir sind alle was Besonderes...

„Ich bin wirklich sehr begeistert von Musik“, erzählt die 8-Jährige, die wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Hort für diesen Tag schulfrei bekommen hatten. „ich sing zu Hause immer und denk mir dann oft eigene Lieder aus. Wenn ich eins gut finde, schreib ich es mir dann gleich auf. Und das ist mir schon vor ein paar Monaten eingefallen, aber ich hab mir gedacht, das passt gut zu den Kinderrechten.“

Gegen Ende der Aktion tauschten Kinder und Gäste Geschenke aus. Die Kinder bekamen Goodies aus dem Parlaments-Shop wie Bunte Stifte und Ölkreiden, die Kinder übergaben Armbänder aus Loom-Ringerln mit jeweils einem der Kinderrechte draufgehängt. Und drei Traumfänger. Victoria, Mia, Kalina und Lian vermachten ihren mit Recht auf Essen und gesundheitlicher Versorgung Parlamentspräsidentin Doris (Bures).

Wie geht’s weiter

Der Bundesratspräsident Mario (Lindner) erklärte, dass es im Österreichischen Bundesrat einen Ausschuss gebe, der sich nur mit den Anliegen der Kinder beschäftige: den Kinderrechteausschuss.

Auch das derzeitige Schwerpunktthema der Demokratiewebstatt, der Kinderinternetseite des österreichischen Parlaments, widmet sich dem Thema Kinderrechte. Neben der Erklärung der wichtigsten Grundsätze aus der UN-Konvention über die Rechte des Kindes werden die Kinderrechte in Österreich mit denen im Rest der Welt verglichen. Am1. Dezember findet - ebenfalls auf der Plattform der Demokratiewebstatt - zum Thema Kinderrechte ein Chat mit Poltiker_innen statt.

Kinderrechts-Aktion im Parlament, Nov. 2016

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