Gemüsebeet auf dem Fensterbrett

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Foto: Catalin Petolea Do it yourself: In wenigen Schritten entsteht ein Kräuterparadies

Wer Hobbygärtner werden will, aberkeinen Garten hat, kann auch in der Wohnung eine Kräuteroase anlegen.

Wenn die Sonne Gärten und Wiesen wieder zum Blühen bringt, wird es Zeit, auch zu Hause den Frühling einkehren zu lassen. Nicht nur im eigenen Garten, sondern auch auf Terrasse, Balkon oder Fensterbrett kann in wenigen Schritten eine kleine Kräuteroase entstehen, denn wo Sonne und Wasser sind, blüht es auch.
Besonders pflegeleicht sind manche Kräuter, bestes Beispiel dafür ist die Kresse. Die Samen werden einfach auf ein bisschen Watte oder feuchtes Küchenpapier gestreut, das man vor dem Bewässern noch einfalten muss. Dann werden die Samen jeden Tag vorsichtig gegossen, allerdings dürfen sie nie austrocknen. Marianne Ganger, die eine Gärtnerei in Wien betreibt: "Wer Kresse selbst setzt, kann ihr beim Wachsen direkt zusehen." Nach dem Anpflanzen dauert es nur eine Woche, bis die ersten Triebe geerntet werden können. Die schmecken entweder als Zutat im Salat oder auf einem Butterbrot sehr gut.
Etwas länger braucht Schnittlauch zum Keimen. Aber nach zwei bis drei Wochen sprießen auch hier dünne grüne Blätter. Schnittlauch ist zwar weniger empfindlich gegen Kälte als andere Kräuter, sollte aber trotzdem mit Sonne versorgt und außerdem gut gegossen werden. Wer ein Gartenprofi werden will, kann sich auch an Radieschen herantrauen, denn dieses Gemüse ist vielfältiger als man denkt. Die Samen sollen nur in spezielle Gemüseerde gepflanzt werden.
"Wir haben verschiedene Radieschensamen zur Auswahl", erzählt Ganger. Neben den üblichen roten Radieschen gibt es nämlich auch bunte oder sogar zweifärbige. Die Samen dürfen nicht zu eng ausgesetzt werden, sie brauchen fünf bis sieben Zentimeter Abstand zueinander.

Sonnenplätze Etwas mehr Geduld brauchen Hobbygärtner mit Sonnenblumen. Sie sollen nur dann gesetzt werden, wenn es längere Zeit warm bleibt. Am besten sucht man einen besonders sonnigen Platz für den Blumentopf. Zum Keimen brauchen die Samen bis zu zwei Wochen, doch blühen wird die Blume voraussichtlich erst im Juni.
Wer auf seinem Balkon Paradeiser ziehen möchte und viel ernten will, nimmt am besten Hängeparadeiser, denn diese produzieren sehr viele Früchte. "Es sind richtig leckere und süße Naschparadeiser", erklärt Ganger dem KIKU. Die Diva unter den Kräutern ist das Basilikum. Es ist für seinen intensiven Geschmack bekannt und ist Mittelmeer-Klima gewöhnt. Hier rät Ganger allen Hobbygärtnern: "Im Garten sollte Basilikum erst ab 15 Grad Frühtemperatur eingesetzt werden, sonst ist ihm zu kalt." Zum Abschluss gibt es von der Expertin noch einen Extratipp: "Damit die Kräuter lange halten, sollten zuerst immer nur die großen Blätter, von oben beginnend, abgeschnitten werden."
Die Gärtnerei Ganger veranstaltet am 13. und 14. April ein Frühlingsfest, bei dem Kinder Kräuter und Gemüse schmecken, erleben und genießen können.


Blumenzwiebel: Was ist genau dran?

blumenzwiebel Foto: K U R I E R Grafik: Breineder/

Aufbau Eine Blumenzwiebel setzt sich aus mehreren Blättern zusammen, die Zwiebelschuppen- oder -schalen genannt werden. Die Zwiebeldecke schützt die Blumenzwiebel vor Austrocknung. Die Knospen der Zwiebel sind meist von verdickten Blättern umschlossen, welche die zukünftige Blüte schützen sollen. Auch in den Zwiebelschuppen können Knospen entstehen, die sich zu neuen Zwiebeln ausbilden können. Diese Knospen werden Brutzwiebel genannt.
Blüte Im Inneren einer Zwiebel befindet sich die Knospe, die später einmal zu einer schönen

Blüte wird. Am Ende der Blumenzwiebel sitzen die Wurzeln, die ganz besonders wichtig für das Überleben der Pflanze sind. Denn durch die Wurzeln werden Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen. In den Zwiebelscheiben speichert die Pflanze diese Nährstoffe für später, während die Zwiebelhaut den Keimling ummantelt und vor Umwelteinflüssen schützt.


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(kurier) Erstellt am
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