© Screenshot: instagram.com/run_kiwi_run

Seattle
03/16/2017

Joggerin postet Track von versuchter Vergewaltigung

Die 36-jährige Kelly Herron schlug ihren Angreifer erfolgreich in die Flucht.

Auf ihrem Instagram-Account beschreibt sich die 36-jährige Kelly Herron aus Seattle als "happy" und "rungry". Letzteres ist eine Wortkreation, die sich aus rennend und hungrig zusammensetzt, denn Herron trainiert für einen Marathon. Seit Kurzem steht in ihrem Profil auch "Survivor", also Überlebende. Denn kürzlich versuchte ein Mann Herron zu vergewaltigen, während sie joggen war. Auf ihrem Instagram-Account lud sie ein Foto hoch, das sie mit Verletzungen im Gesicht zeigt. Daneben ist das Bild einer zick-zack-verlaufenden Laufstrecke, die ihr Fitnessarmband während des Vorfalls aufgezeichnet hat.

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Herron joggte durch den Golden Gardens Park im Norden Seattles, als sie nach etwa vier zurückgelegten Meilen auf die Toilette musste. Das erzählte sie abc News. "Als ich mir die Hände trocknete, bemerkte ich, dass irgendetwas nicht stimmte." Als sie sich umdrehte, stand plötzlich ein Mann hinter ihr in der Toilette. Laut Angaben der Polizei war es ein 40-jähriger vorbestrafter Sexualtäter, der Herron attackierte.

"Er warf mich zu Boden und schlug auf meine Beine und Knie ein. Es war ein Kampf auf dem Boden der Toilette und ich schrie immer wieder: 'Nicht heute, M*****f*****'." Herron gelang es, sich von ihrem Angreifer zu befreien und in eine Kabine zu flüchten. Sie schaffte es jedoch nicht, deren Türe zu verriegeln. Der Mann kam in die Kabine und schlug ihr ins Gesicht.

"Das hier muss kein fairer Kampf sein"

In diesem Moment habe Herron folgende Erkenntnis gehabt. "Das hier muss kein fairer Kampf sein." Sie begann sein Gesicht zu zerkratzen. Es gelang ihr, aus der Kabine zu fliehen und einen Passanten auf sich aufmerksam zu machen. Gemeinsam schafften sie es, den Angreifer in der Toilette einzusperren. Er ist mittlerweile in Haft und soll wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung angeklagt werden.

Herron schreibt auf Instagram, dass ihr schlimmster Lauf-Alptraum zur Realität geworden ist. "Mein Gesicht wurde genäht, mein Körper ist verletzt, aber mein Geist ist intakt." Die Aufzeichnungen ihrer Lauf-App visualisieren den Kampf mit ihrem Angreifer.

Kein Einzelfall

Eine Online-Umfrage des Lauf-Magazins Runner’s World, bei der 2.533 Frauen und 2.137 Männer teilnahmen, gaben 43 Prozent der Frauen an, dass sie bereits Erfahrungen mit sexueller Belästigung beim Joggen gemacht haben. Bei den Männern waren es nur vier Prozent.

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