Leben
21.06.2018

Ivanka Trump dankt Vater für Beendigung von Politik, die er geschaffen hat

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kam die Wortspende der Präsidententocher nicht besonders gut an.

Bilder von Aufnahmelagern in den USA, in denen Kinder auf Gummimatten in Maschendrahtkäfigen nächtigen, sorgten in den vergangenen Tagen international für einen Aufschrei. Die US-Behörden hatten an der Südgrenze zu Mexiko die Familien von illegal eingewanderten Menschen aus Süd- und Mittelamerika konsequent getrennt. Während die Eltern inhaftiert auf ihre Asylbescheide warten, werden die Kinder, darunter auch Kleinkinder und Babys in Aufnahmezentren in 17 Bundesstaaten verteilt. Am Montag hatte das Heimatschutzministerium mitgeteilt, dass mindestens 2342 Kinder in den vergangenen Wochen von ihren Eltern getrennt worden waren.

Welle der Empörung

Nach einer Welle der Empörung über dieses Vorgehen hat Trump nun am Mittwoch die von seiner Regierung selbst begonnenen Familientrennungen per Dekret beendet. Gleichzeitig bekräftigte er sein Ziel, mit Härte gegen die illegale Einwanderung vorzugehen. Nicht zuletzt hat sich auch die Frau des amtierenden Präsidenten, Melania Trump, von der Praxis ihres Mannes distanziert. Sie und seine Tochter Ivanka Trump sollen ihn bearbeitet haben, dass er die Familien zusammenhalten soll (mehr dazu hier).

Am Mittwoch bedankte sich Ivanka via Twitter bei ihrem Vater, dass dieser die Familientrennungen nun beendet hat. Sogleich folgte Spott für die Tochter des Präsidenten, immerhin sind es er und seine Regierung, die für das Vorgehen verantwortlich sind.

Die bereits in den Lagern untergebrachten 2342 Kinder müssen vermutlich - trotz Dekret – weiter um ihre Eltern weinen. Am Mittwoch hieß es aus dem Weißen Haus, dass bestehende Fälle nicht rückwirkend gelöst würden.