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Leben
09/13/2019

Heute schon gedehnt? Neuer Fitness-Hype um "Assisted Stretching"

In den USA boomen Studios, in denen man von Spezialisten passiv gedehnt wird. Auch gemeinsame Stretching-Kurse liegen im Trend.

von Christina Michlits

Madonna lässt sich stretchen und postet ein Video davon, Influencerin und Mode-Ikone Veronika Heilbrunner stattet zwischen Fashion Shows in New York einem der hippsten Stretching-Studios im Big Apple einen Besuch ab und ist hellauf begeistert. Sie fühle sich jetzt großartig und sogar etwas größer, erklärte Heilbrunner über ihre erste "One-on-One"-Stretch-Einheit.

Letzter Schrei: "Assisted Stretching"

In New York und Los Angeles eröffnen derzeit im Eiltempo neue Studios, die sich ausschließlich der Dehnung verschreiben.

Entweder man absolviert eine Stunde in einer Gruppe und der Trainer gibt Anweisungen, oder - viel teurer, aber der letzte Schrei: Man lässt sich in einer Einzeleinheit von einem Spezialisten dehnen. "Assisted Stretching" nennt sich das, oder "One-on-One Stretching".

In Wien gibt es derzeit noch keine eigenen Studios für den neuen Sporthype. Einige Fitnesss- und Tanzstudios wie der BigsMile Club bieten aber Kurse an.

Mehr Entspannung

Dehnen ist nicht Neues. Bei Yoga oder Pilates macht Stretching einen essenziellen Anteil aus, und auch für beinahe alle anderen Sportler sind Dehnungsübunen wichtig. Jetzt aber werden diese Übungen isoliert angeboten. Stretching hilft der Entspannung, lindert unter anderem Nacken- und Rückenprobleme und beugt Verkürzungen der Muskeln vor.

Wer sich von einem Trainer passiv stretchen lassen will, zahlt ab etwa 40 Dollar für 20 Minuten. Studios wie Stretch Relief, Stretch*d oder The KIKA Method werden in New York gerade gestürmt.

 

Bewegungsradius wird vergrößert

"Durch regelmäßiges Dehnen wird der Bewegungsradius dauerhaft vergrößert. Der Muskel wird nicht verlängert, aber durch Dehnen erreiche ich ein Ausdehnen der Muskelfaser. Was wir unter verkürzt verstehen, ist, wenn einzelne Muskelzellen nicht richtig ausgerichtet sind", erklärte Primar Josef Niebauer schon in der Vergangenheit dem KURIER.

Man kann sich das so vorstellen: Wenn das Haar zu einem Zopf gebunden ist, wirkt es kürzer, obwohl es das nicht ist. Durch Dehnen wird der Muskel also nicht tatsächlich länger. Dennoch bietet Dehnen einen Vorteil: "Je öfter ich dehne, desto unempfindlicher werden die Schmerzrezeptoren – der Spielraum wird größer."